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Bodensee -> Korsika -> Bodensee


Desmo_899
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-        Mal das Fazit vorab: Lohnt es sich?  JAAA! –

Hallo,

ich bin Matze, 28 Jahre alt und schon länger hier im Forum (als eher stiller Mitleser). Wie in dem ein oder anderen Thread schon angekündigt würde ich gerne meine Reise aus dem September mit euch teilen.

Da ich meinen kleinen Reisebericht so ausführlich wie möglich schreiben möchte, unterteile ich alles in verschiedene Abschnitte und versuche auch möglichst transparent alle Kosten exklusive Essen und Benzin aufzuführen. Ich würde später diesen Thread um die ereignisreichen Tage erweitern.
Dazu würde ich dann immer in den Antworten neue Beiträge für jeden Tag schreiben. Wenn Ihr Fragen habt meldet euch gerne hier drunter oder per Nachricht.


Fangen wir mal mit den Rahmendaten an:
Nachdem wir in den letzten Jahren öfter – eher regional im Alpenland unterwegs waren, reizte uns schon länger eine etwas größere Tour. Wir sind mein Bruder (790 Duke), ein Kumpel (S1000R), mein Papa (F900R), mein Schwiegerpapa (V-Strom 1000) und ich (950 RVE).

Wir kommen alle aus NRW / Ostwestfalen.

 

Als Ziel wurde gemeinsam festgelegt, mit dem Motorrad bis nach Korsika zu fahren. Da der Zeitraum leider durch Arbeit und Termine begrenzt wurde, war eine gute Planung notwendig, womit ich schon Anfang 2022 angefangen bin.

Die Tour hat dann schlussendlich vom 8. bis 18. September stattgefunden. September hat sich für uns als bevorzugte Reisezeit herauskristallisiert. Mildes aber angenehmes Wetter, Urlaubszeit ist vorbei (wobei Bayern dieses Jahr noch Ferien hatte) und damit auch entsprechend weniger WoMo’s Radfahrer usw.
Trotzdem gibt es natürlich im September etwas mehr Risiko als z.B. im Juli. Das Wetter war damit unsere größte Ungewissheit. Wir könnten Schlechtwetter weniger gut ausweichen, indem man einfach mal eine andere Richtung einschlägt. Die Tagesetappen zur Fähre mussten geschafft werden. Wir haben uns deswegen mit (Gruppen-)Reiserücktrittsverischerungen beschäftigt aber uns
schlussendlich dagegen entschieden. Ein echter Biker muss auch mal ein Tag Regen ab können 😊

3 Wochen bevor wir losgefahren sind gab es in Österreich und Italien starke Regenfälle, auf Korsika hat es gebrannt aufgrund Hitze, für Ende September war an der ganzen Adria Küste ungemütliches Wetter gemeldet - und naja, wir haben (fast) perfekte 10 Tage dazwischen erwischt.

Planung:
Zuerst habe ich das wichtigste erstellt: eine gemeinsame WhatsApp Gruppe!
Mein grober Plan war, von Deutschland über die österreichische/italienische Seite bis zur Adriaküste zu fahren. Von Italien sollte es dann mit der Fähre nach Korsika gehen um dort zwei bis drei Tage zu verbringen. Rückweg sollte dann von Korsika aus auf die französische Seite und dann über die französischen & Schweizer Alpen erfolgen. Ob diese Tour innerhalb von 10 Tagen zu realisieren war, wusste ich am Anfang natürlich noch nicht.

Ich konnte die Tour aber somit grob unterteilen in:
3 Tage Hinweg Korsika (~ 1000km)
3 Tage Korsika
3 Tage Rückweg Korsika (~1000km)
1 Zeiten für Transit

Dabei hatten mein Kumpel und ich die Einschränkung, dass wir Freitag am 8. Erst um Mittag aufbrechen konnten. Wir haben uns also entschlossen, die Strecke von NRW bis zum Bodensee mit Auto und Anhänger zurückzulegen. Die anderen drei sind auf eigener Achse angereist mit Zwischenübernachtung in der Gegend um Würzburg. Dadurch sind Sie schon am 7. Sept. gestartet.

 

Anschließend bin ich tatsächlich relativ simpel angefangen. Ich habe mir angeschaut, wo ungefähr ein guter Startort / Treffpunkt wäre und bin irgendwie am Bodensee hängen geblieben. Keine Ahnung warum hätte auch jeder andere Ort sein können, wenn man von Norden nach Süden fahren muss 😊
Außerdem habe ich mir die Fährhäfen angeschaut. In Frage kamen dabei die Fährhäfen Genua und Livorno. Die Wahl ist dann relativ schnell auf Livorno gefallen. Die Gründe dafür sind kürzeste Verbindung (4,5h) und dass ich vermeiden wollte durch den Großraum Mailand zu fahren – da kurven- und verkehrstechnisch nicht allzu attraktiv.
Ich bin dann mal angefangen im Calimoto rumzuspielen:
Bodensee bis Livorno auf „kurvig“: 940km, Kurveninzidenz „109“ (also schonmal recht hoch, bei uns Zuhause geht’s eigentlich nur bis „50“).
Für mich erstmal wichtig, dass ist machbar in 3 Tagen!
Wir haben uns gemeinsam darauf geeinigt, dass wir die Tagesetappen maximal 350km groß machen. Sind einige von uns ja nicht mehr die jüngsten 😊 😊
Ich habe also den „Hinweg“ in drei möglichst gleich große Teile eingeteilt und geschaut, wo wir uns dann befinden.  Die Wahl der Gegenden viel dann auf Bormio -> Boro val di Taro -> Livorno
Die (Teil-)Route habe ich anschließend noch moderat angepasst. Am dritten Tag wollte ich gerne noch die Gegend um Cinque Terre mitnehmen. Ich wusste durch einen anderen Urlaub, dass es landschaftlich dort extrem schön ist – und hab mir damals gesagt, ich komme nochmal mit dem Bike wieder.
Zu den einzelnen Routen dann später mehr.

In den Gegenden habe ich dann nach Unterkünften geschaut. Da ist ein ziemlich bunter Mix entstanden, was auch daran lag, dass die Auswahl für 5 Personen relativ begrenzt war. Vor allem wurde auf AirBnB und Booking gebucht. Da wir in der Regel damit gerechnet haben, gegen 18/19 Uhr in den Unterkünften zu sein, waren die Ansprüche: bequemes Bett.
Für die 3 Tage auf Korsika habe ich dann etwas Hochwertigeres gebucht. Dort wollten wir dann auch an einem Ort bleiben – sodass jeder frei entscheiden konnte ob man die Insel erkundet oder sich an den Stand legt.  Pflichtkriterium war hier eine Waschmaschine.
Zu den Unterkünften dann auch später mehr.

Gegen Juni 2022 habe ich die Fähren gebucht. Leider mussten wir aufgrund der Tage, an der Ostküste Korsikas ankommen und auch abfahren. Die Abfahrt wäre sicherlich von der Westküste nach Frankreich besser gewesen, dort gab es an dem Tag aber keine Verbindung. Wir mussten daher eine Fährfahrt von Bastia nach Nizza in Kauf nehmen (9h) und haben das mal als Ruhezeit für den Hintern verbucht 😊

Beim Rückweg über Frankreich/Schweiz bin ich identisch vorgegangen wie beim Hinweg.
Reiserücktritt haben wir nur für die Fähren gebucht. Das Risiko war ansonsten für uns begrenzt. Bei einem Ausfall wären wir auch zu viert weiter-(gefahren) und hätten die meisten Unterkünfte kurzfristig (~ 1 Woche vorher) stornieren können. Bei den Routen habe ich versucht, dass es für Notfälle / Schlechtwetter schnellere Alternativen gibt (z.B. Autobahn).

Zur Strukturierung habe ich MS Office benutzt und das war eine sehr große Hilfe. In Power Point konnte ich für jeden „Tag“ eine Folie anlegen und die wichtigsten Daten wie aktuelle Route, Unterkunft usw. ablegen. Das hat mir ungemein geholfen, vor allem das Hantieren mit den Übernachtungsdaten. Entstehende Buchungskosten habe ich in Excel geführt mit den zugehörigen Infos ob bezahlt, vor Ort bezahlt wird und Stornierungszeiträumen.
 

Ich würde hier schon mal die Kostenübersicht teilen. Denke mal das ist für jeden der eine Reise plant mit am interessantesten.

In ein paar Tagen kommen dann der Anreisetag und der erste Tag in ausführlich.

 

Hoffe ich langweilige hier niemanden und freue mich auf Diskussionen 😊

 

Gruß,

Matze

 

Kostenübersicht.png

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