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Machte Audi die Ducatis qualitaativ besser?


Mechanist
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Hallo in die Runde, 

ich habe leider nur den Vergleich zwischen ganz alter Italo- Technik aus den 1970/80 und der (fast) aktuellen Technik, und da hat sich ganz wesentlich was verbessert. Dann habe ich noch den Vergleich mit recht moderner Reisbrennertechnik, speziell Yamaha, zu meiner SP und da muss ich sagen im technischen Detail, und von der Verarbeitung her war Yamaha zumindest 2006 besser als meine SP von Bj. 2015. Damit kann ich gut leben, aber das Audi jetzt so eine superduper produziert, glaube ich nicht.  

Edited by Mechanist
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vor 57 Minuten schrieb Mechanist:

Hallo in die Runde, 

ich habe leider nur den Vergleich zwischen ganz alter Italo- Technik aus den 1970/80 und der (fast) aktuellen Technik, und da hat sich ganz wesentlich was verbessert. Dann habe ich noch den Vergleich mit recht moderner Reisbrennertechnik, speziell Yamaha, zu meiner SP und da muss ich sagen im technischen Detail, und von der Verarbeitung her war Yamaha zumindest 2006 als meine SP von Bj. 2015. Damit kann ich gut leben, aber das Audi jetzt so eine superduper produziert, glaube ich nicht.  

Kann man nicht einfach mit gut oder schlecht beantworten. Man hat den Eindruck - Audi/Ducati hat eine andere Herangehensweise in manchen Punkten:

- Qualitätskontrollen: Audi hat das Qualitätsmanagement verbessert. Die Wartungsintervalle sind wesentlich länger geworden, wobei man hier auch ein wenig aufpassen muss, da mit den Kilometern auch gleichzeitig ein Zeitraum als Limit gesetzt worden ist. Zudem hab ich persönlich den Eindruck, die Zuverlässigkeit ist gestiegen. Positiv für die Qualität

- Ducati strebt nach Fahrbarkeit: Hat Ducati früher augenscheinlich gängige Konzepte bei der Fahrwerkseinstellung scheinbar ignoriert (ne Duc muss vorne hart und hinten weich sein) hat sich hier viel getan. Inzwischen gewinnt Ducati selbst auf dem GS-Revier immer wieder Vergleichstests. Definitiv Positiv für die Qualität

- Ducati ordnet vieles dem Marketing unter: Die neue Mono ist ein klassisches Beispiel. Man ordnet Fahrbarkeit und runden Motorlauf der Maximalleistung unter, um auf dem Papier KTM auszustechen. Das gleiche wird dieses Jahr wieder mit der Fighter und Pani passieren, um die Leistung über den Angaben von BMW zu heben. Negativ für die Qualität

- Produktionskosten werden Traditionen übergeordnet: Ducatitraditionen, wie Gitterrohrrahmen, Trockenkupplung und Einarmschwingen werden zugunsten billigerer Produktion geopfert. Besonders feststellen werden das diejenigen, die über Jahre schon Ducs haben. Früher waren die S/SP Modelle mit Sticker unter Klarlack versehen. Parts aus dem Zubehörkatalog waren wirklich hochwertiger (siehe die Billig-SP-Sitzbänke), Carbonteile waren wirklich hochwertig und dauerhaft - inzwischen liegt Ducati hier oftmals unter der Qualität der Zubehörlieferer. Definitiv negativ für die Qualität

- Design geht über Funktionalität: Bei Motorrädern wie der 916 wurde Wert darauf gelegt, dass Demontage wichtiger Teile einfach und vor allem schnell erfolgen muss - danach wurde auch das Motorrad designend. Die Monster und die SS hatten den klappbaren Tank, um schnell an wichtige Teile zu kommen und Reparaturen zu vereinfachen, wer dagegen heute einfachste Schrauberprojekte an aktuellen Modellen durchgeführt hat, kennt die "Loblieder" die man inzwischen den Ingenieuren singen kann 😉 Definitiv negativ für die Qualität.

Edited by Hotic
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vor 28 Minuten schrieb Hotic:

Kann man nicht einfach mit gut oder schlecht beantworten. Man hat den Eindruck - Audi/Ducati hat eine andere Herangehensweise in manchen Punkten:

- Qualitätskontrollen: Audi hat das Qualitätsmanagement verbessert. Die Wartungsintervalle sind wesentlich länger geworden, wobei man hier auch ein wenig aufpassen muss, da mit den Kilometern auch gleichzeitig ein Zeitraum als Limit gesetzt worden ist. Zudem hab ich persönlich den Eindruck, die Zuverlässigkeit ist gestiegen. Positiv für die Qualität

- Ducati strebt nach Fahrbarkeit: Hat Ducati früher augenscheinlich gängige Konzepte bei der Fahrwerkseinstellung scheinbar ignoriert (ne Duc muss vorne hart und hinten weich sein) hat sich hier viel getan. Inzwischen gewinnt Ducati selbst auf dem GS-Revier immer wieder Vergleichstests. Definitiv Positiv für die Qualität

- Ducati ordnet vieles dem Marketing unter: Die neue Mono ist ein klassisches Beispiel. Man ordnet Fahrbarkeit und runden Motorlauf der Maximalleistung unter, um auf dem Papier KTM auszustechen. Das gleiche wird dieses Jahr wieder mit der Fighter und Pani passieren, um die Leistung über den Angaben von BMW zu heben. Negativ für die Qualität

- Produktionskosten werden Traditionen übergeordnet: Ducatitraditionen, wie Gitterrohrrahmen, Trockenkupplung und Einarmschwingen werden zugunsten billigerer Produktion geopfert. Besonders feststellen werden das diejenigen, die über Jahre schon Ducs haben. Früher waren die S/SP Modelle mit Sticker unter Klarlack versehen. Parts aus dem Zubehörkatalog waren wirklich hochwertiger (siehe die Billig-SP-Sitzbänke), Carbonteile waren wirklich hochwertig und dauerhaft - inzwischen liegt Ducati hier oftmals unter der Qualität der Zubehörlieferer. Definitiv negativ für die Qualität

- Design geht über Funktionalität: Bei Motorrädern wie der 916 wurde Wert darauf gelegt, dass Demontage wichtiger Teile einfach und vor allem schnell erfolgen muss - danach wurde auch das Motorrad designend. Die Monster und die SS hatten den klappbaren Tank, um schnell an wichtige Teile zu kommen und Reparaturen zu vereinfachen, wer dagegen heute einfachste Schrauberprojekte an aktuellen Modellen durchgeführt hat, kennt die "Loblieder" die man inzwischen den Ingenieuren singen kann 😉 Definitiv negativ für die Qualität.

Danke für die ausführliche Antwort! Gerade im Punkt "Produktionskosten Optimierung" stimme teilweise ich zu, besonderes missfallen hat mit die besondere Erstausrüsterqualität der Antriebskette. Da stand zwar D.I.D. drauf, aber gehalten hat sie trotzt CLS-Öler nur 20tkm! Die Sitzbank und deren Montagepunkte sind auch nicht der Burner, wenn man da nichts macht geht sie auf die Dauer kaputt. Ein paar Schrauben am Motor setzten Flugrost an, bei den neuen Modell scheint sich das auf Rahmenteile zu beziehen. Der originale Akku hat nur 4 Jahre gehalten, und der Druckpunkt der Vorderbremse ging immer so unberechenbar auf Wanderschaft.

Nicht das jemand in den falschen Hals bekommt, es es mit Abstand das beste Mopped was ich ja hatte, aber man muss das eine oder andere optimieren um vollkommen zufrieden zu sein. 

Die Frage muss erlaubt sein: Tut das Not, bei einem premium Mopped?

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Hinzufügend zu Hotic‘s Beitrag:


Zusätzlich starten sie heuer in der italienischen MotoCross-Scene ein und scheinen hier auch langfristige Ziele zu haben, sowohl auch auf dem Markt solche Bikes anbieten zu wollen.

Bis 2026 Mitstreiter und Hersteller in der FIM Moto E.

Bieten seit geraumer Zeit auch die E-Bikes City-E-Bikes an

Ganz klar dann Renntechnologie aus MotoGP und SBK! 

Stores/Sales: Hier wird auch recht stark auf Cooperation Identity gepocht, Verkaufszahlen, Kundenbindung, Service. (Da sind schon einige kleinere Händler daran zerbrochen) Hinzu kommt die sehr klare Vorstellung bis 2030 eine Umsatzrendite von 10% zu erreichen. (Schaut man sich alles so an, sollte das machbar sein; was wiederum auf den brutalen Zuwachs, starken Verkaufsdruck etc rückschliessen lässt)

_______
 

Man kann sicher sagen, dass hier der Einfluss der VAG eine massgebliche Rolle in sämtlichen Bereichen spielt, die auch sichtbar und spürbar ist. Modernere Fertigungsprozesse ermöglichen eine Verlängerung bestimmter Baugruppen, was die Wartungsintervalle verlängern kann. Automatisierung, Prozessabläufe, Beschaffungketten, etc, haben Auswirkungen auf das Endprodukt und zur Freude und Akzeptanz der Kunden. (Ja, nicht immer 😂) Die angebotenen Bike sind in der Regel recht zuverlässig, auch wenngleich Kleinigkeiten in Sachen Mängel an diversen Einzelteilen hier störend sein können. Grundsätzlich handelt es sich um ein Fahrzeug, das von der Stange kommt, vorab natürlich nicht auf jeden erdenklichen Fall getestet werden könnte, aber im Gesamten grundsätzlich, als auch in einem breiten Einsatzgebiet, doch sehr zuverlässig und langlebig sein kann. Bzw. - auch wenn hier relevante Zahlen und Daten in Sachen Lebenszyklus bessere Auskunft zum Vergleich bereit hielten - seit der Übernahme sicher begünstigend im Hause Ducati und beim Kunden zu Buche geschlagen haben und eben ein besseres Bike anbieten können, als die vor 15+ Jahren der Fall war.

Edited by mabou950
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vor 18 Minuten schrieb mabou950:

Hinzufügend zu Hotic‘s Beitrag:


Zusätzlich starten sie heuer in der italienischen MotoCross-Scene ein und scheinen hier auch langfristige Ziele zu haben, sowohl auch auf dem Markt solche Bikes anbieten zu wollen.

Bis 2026 Mitstreiter und Hersteller in der FIM Moto E.

Bieten seit geraumer Zeit auch die E-Bikes City-E-Bikes an

Ganz klar dann Renntechnologie aus MotoGP und SBK! 

Stores/Sales: Hier wird auch recht stark auf Cooperation Identity gepocht, Verkaufszahlen, Kundenbindung, Service. (Da sind schon einige kleinere Händler daran zerbrochen) Hinzu kommt die sehr klare Vorstellung bis 2030 eine Umsatzrendite von 10% zu erreichen. (Schaut man sich alles so an, sollte das machbar sein; was wiederum auf den brutalen Zuwachs, starken Verkaufsdruck etc rückschliessen lässt)

 

Cooperation Identity -> Sie machen das so wie sie meinen am meisten Umsatz machen zu können, dass ist von daher o.k. so, und den meisten scheint das ja auch zu gefallen. Ich persönlich finde es hochgradig ätzend, ich bin Biker und möchte anderes angesprochen werden als ein Audi- Kunde. 

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vor 1 Stunde schrieb Mechanist:

 

Cooperation Identity -> Sie machen das so wie sie meinen am meisten Umsatz machen zu können, dass ist von daher o.k. so, und den meisten scheint das ja auch zu gefallen. Ich persönlich finde es hochgradig ätzend, ich bin Biker und möchte anderes angesprochen werden als ein Audi- Kunde. 

Kommt immer drauf an wie man sowas sieht und für sich selbst bewertet.

Bei Harley zum Beispiel ist ein Großteil der Kundschaft eine Gruppe von Menschen, die mehr das Feeling bzw. den Lifestyle kaufen und das Motorrad dazu nehmen. Was ich hiermit auch gar nicht wertend meine noch bewerten möchte. 

Mich hat bei allen meinen Motorrädern die Marke dahinter nicht wirklich interessiert, sondern das was ich über das Motorrad an sich erfahren konnte. Dazu kommen entsprechend die Begleitkosten und ob mir das Motorrad gefällt. 

Ob mein Unterbewusstsein da 100% frei von Werbebeeinflussung bleibt kann ich natürlich nicht garantieren, da ich denke dass man das nicht immer selbst wahrnehmen kann. Da zähle ich Mundpropaganda einfach mal mit dazu. 

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vor 4 Minuten schrieb Hypertastisch:

Kommt immer drauf an wie man sowas sieht und für sich selbst bewertet.

Bei Harley zum Beispiel ist ein Großteil der Kundschaft eine Gruppe von Menschen, die mehr das Feeling bzw. den Lifestyle kaufen und das Motorrad dazu nehmen. Was ich hiermit auch gar nicht wertend meine noch bewerten möchte. 

Mich hat bei allen meinen Motorrädern die Marke dahinter nicht wirklich interessiert, sondern das was ich über das Motorrad an sich erfahren konnte. Dazu kommen entsprechend die Begleitkosten und ob mir das Motorrad gefällt. 

Ob mein Unterbewusstsein da 100% frei von Werbebeeinflussung bleibt kann ich natürlich nicht garantieren, da ich denke dass man das nicht immer selbst wahrnehmen kann. Da zähle ich Mundpropaganda einfach mal mit dazu. 

Das stimmt! Ich meine auch mal gehört zu haben, dass die alten Harley Davidson Fans und Käufer damals in den 1980zigern mit den neuen BlingBling-Lebensgefühl nicht einverstanden waren. Das war nichts für deren "Rocker"-Image, nur hätte Harley das nicht gemacht wären sie schon lange pleite. Ich verdenke es keinen Hersteller sich den Marktgegebenheiten anzupassen, und das ist heute halt Motorrad+Jede menge Krempel+Lebensgefühl.   

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Also für mich spielen Serviceintervalle nur eine untergeordnete Rolle. Ich habe 1992. meine erste Ducati (600SS) gekauft. Damals haben mir meine Kumpels geraten, den Anhänger fürs Werkzeug gleich mit zu kaufen. Die Ducati hatte viele Probleme, trotzdem war es mein bezahlbarer Traum damals. Sie war definitiv technisch nicht besser als meine Yamaha XJ 600, die ich davor hatte. Aber emotional hat sie mich voll angesprochen. Meine 1000 SS hat auch ihre Macken gehabt: Steuergerät, quietschende Kupplung, schlechtes Startverhalten usw. Trotzdem habe ich sie über all die Jahre geliebt. 
Als ich letztes Jahr meine 1000 SS loswerden wollte, habe ich echt überlegt, ob es wieder eine Ducati werden soll. Eine Pani kam nicht in Frage, da ich ja von der sportlichen Sitzposition weg wollte. Am Ende haben mich neben dem Gitterrohrrahmen die beiden oben liegenden Auspuffrohre der Hyper angefixt. Ähnlich wie bei der 916, die ich mir 2003 nicht leisten konnte. Hätte die Monster welche, wäre es wohl eine geworden.

Wenn Ducati zukünftig Motorräder baut, die keine Emotionen mehr auslösen, dann ist die Hyper meine letzte Ducati. Oder ich kaufe mir doch noch eine 916 …

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