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Auspuff/ Krümmer Hyper 821 pulvern, lackieren oder keramik beschichten?


hyperaktiv
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Hallo zusammen,

ich wollte hier noch einmal anfragen, welche Maßnahme ihr zu o.a. Anliegen für geeignet haltet:

1. Keramibeschichtung 

2. Pulverbeschichtung

3. Lackierung mit Auspufflack, durchgeführt durch einen Lackierer

Man hört ja immer wieder unterschiedliche Aussagen zur Haltbarkeit etc.

Bin für jeden Hinweis dankbar.

LG

Hyperaktiv

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  • 1 month later...

Mit "Lack" würde ich nur an den ESD aber nicht an den Krümmer, wo es ordentlich heißt wird. Pulverbeschichtung (siehe Bild) hält eine ganze Weile, verfärbt sich aber am Krümmer mit der Zeit gräulich. Keramik sollte da etwas länger halten, verfärbt sich mit der Zeit allerdings auch am Krümmer.

IMG-20240617-WA0002.thumb.jpg.f5bc5d3bee96cc1e296e48c70e66d758.jpg

Wurde hier schon alles diskutiert.

 

Edited by Anthony
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Ich weiß nicht ob das schon aufgeführt wurde, aber bevor ich den Krempel für teuer Geld extern beschichten ließe, wurde ich einfach mal nachfolgendes ausprobieren. Mann kann ja mit einer kleinen Stelle anfangen und mal schauen wie es sich auf die Dauer verhält und aussieht.

https://www.amazon.de/Edelstahl-Brünierung-250-Brünierung-Streichen-Schwärzen/dp/B0CZ7GJXHB

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Unsere Freundin die KI meint: 😁

Kurz gesagt: Nein – eine normale Brünierung hält auf einem Motorradkrümmer nicht dauerhaft.

Warum nicht?

  • Brünierung (Schwarzoxid) ist nur eine sehr dünne, chemische Umwandlungsschicht auf Stahl (ca. 1–2 µm).

  • Sie ist nicht hitzebeständig. Schon ab etwa 150–200 °C beginnt sie auszubleichen.

  • Ein Motorradkrümmer erreicht je nach Motor 500–800 °C, teilweise sogar mehr.

  • Die Schicht verbrennt dabei sehr schnell, wird fleckig oder verschwindet ganz.

Was passiert stattdessen?

  • Der Krümmer verfärbt sich wie üblich (gold/bronze/blau).

  • Die Brünierung bietet keinen Rostschutz, sobald sie thermisch zerstört wird.

  • Es kann sogar schneller rosten, weil die Brünierung offenporig ist.

  • Thanks 1
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vor 1 Stunde schrieb Anthony:

Unsere Freundin die KI meint: 😁

Kurz gesagt: Nein – eine normale Brünierung hält auf einem Motorradkrümmer nicht dauerhaft.

Warum nicht?

  • Brünierung (Schwarzoxid) ist nur eine sehr dünne, chemische Umwandlungsschicht auf Stahl (ca. 1–2 µm).

  • Sie ist nicht hitzebeständig. Schon ab etwa 150–200 °C beginnt sie auszubleichen.

  • Ein Motorradkrümmer erreicht je nach Motor 500–800 °C, teilweise sogar mehr.

  • Die Schicht verbrennt dabei sehr schnell, wird fleckig oder verschwindet ganz.

Was passiert stattdessen?

  • Der Krümmer verfärbt sich wie üblich (gold/bronze/blau).

  • Die Brünierung bietet keinen Rostschutz, sobald sie thermisch zerstört wird.

  • Es kann sogar schneller rosten, weil die Brünierung offenporig ist.

Im Prinzip richtig! Aber ein V2A Schwarzfärben ist keine Brünierung, und hält daher etwas mehr aus, für den Krümmer reicht es aber immer noch nicht.
Dazu deepseek:

Gute Frage. Die kurze Antwort lautet: Ja, eine V2A-Oberfläche mit einer solchen oxidisch-sulfidischen Beschichtung ("VA-Schwarzfärben") ist in gewissem Maße hitzebeständig, aber mit wichtigen Einschränkungen.

Hier die detaillierte Erklärung:

1. Was ist "VA-Schwarzfärben"?

Es handelt sich um eine chemische Konversionsschicht. Dabei wird die blanke Oberfläche von rostfreiem Stahl (V2A, entspricht z.B. AISI 304) in einem speziellen Salzschmelzenbad behandelt. Es bildet sich eine dünne, poröse Schicht aus Metalloxiden und -sulfiden (daher oxidisch-sulfidisch). Diese Schicht ist tiefschwarz, haftfest und bietet einen gewissen Korrosionsschutz, vor allem aber wird sie für dekorative Zwecke und zur Verminderung von Lichtreflexion eingesetzt.

2. Hitzebeständigkeit der Beschichtung selbst

  • Begrenzte Temperaturbeständigkeit: Die schwarze oxidisch-sulfidische Schicht ist nicht für sehr hohe Temperaturen geeignet. Ab etwa 250 - 300 °C beginnt sie sich langsam zu zersetzen.

  • Verfärbung und Abbau: Unter Hitzeeinwirkung kann sich die Farbe verändern (ins Bräunliche oder Bronzefarbene), und die Schicht kann an Schutzwirkung und Homogenität verlieren.

  • Maximaltemperatur: Als absolute Obergrenze für den kurzfristigen Einsatz gelten oft 400 °C. Darüber wird die Zersetzung rasch fortschreiten.

3. Hitzebeständigkeit des Grundmaterials (V2A / AISI 304)

Der darunter liegende rostfreie Stahl V2A ist selbst deutlich hitzebeständiger:

  • Dauerhaft: Bis ca. 850 °C (abhängig von der genauen Zusammensetzung).

  • Kurzzeitig: Bis ca. 1000 °C.
    Allerdings kommt es im Bereich von 450-850 °C zur sogenannten Sensitisation (Aufkohlung). Dabei bilden sich Chromkarbide an den Korngrenzen, die den Chromgehalt im Gefüge reduzieren und zu interkristalliner Korrosion führen können. Für den Dauerbetrieb bei hohen Temperaturen sind andere Stähle (z.B. V4A / AISI 316 oder hochhitzebeständige Stähle) besser geeignet.

Fazit und wichtige Unterscheidung

  • Die schwarze Beschichtung ist mäßig hitzebeständig (max. ~300°C dauerhaft, kurzzeitig bis ~400°C). Sie ist nicht für Hochtemperaturanwendungen wie Auspuffrohre, Brennerteile oder Hochofenbauteile gedacht.

  • Das Grundmaterial V2A ist an sich für höhere Temperaturen geeignet, aber die schwarze Oberfläche würde dabei zerstört werden.

  • Verwechslungsgefahr: Das "VA-Schwarzfärben" ist nicht zu verwechseln mit der schwarzen Oxidschicht auf Baustahl (wie bei Schwarzblech oder brünierten Schrauben) oder mit Hochtemperaturbeschichtungen wie Keramik oder bestimmten Einbrennlacken.

Typische Anwendungen der schwarzgefärbten VA-Oberfläche sind daher:

  • Dekorative Architekturteile (innen)

  • Optik- und Messtechnikgehäuse

  • Konsumgüter (z.B. Kameraobjektive, Hochwertiger Werkzeuggriffe)

  • Verkleidungsteile, die einer moderaten Wärme ausgesetzt sind, aber nicht im Hochtemperaturbereich.

Zusammenfassend: Wenn Sie ein Bauteil für Temperaturen über 250-300°C benötigen, ist eine V2A-Oberfläche mit dieser speziellen Schwarzfärbung nicht die richtige Wahl. Für Hochtemperaturanwendungen müsste man entweder den unbeschichteten Stahl verwenden (der dann natürlich nicht schwarz ist) oder eine speziell für hohe Temperaturen ausgelegte Beschichtung (wie eine Hochtemperaturlackierung oder eine KTL-Beschichtung) wählen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

  

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KTL funzt aber laut KI:

KTL-Beschichtung steht für Kathodische Tauchlackierung (im Englischen: Cataphoretic Deposition, CED oder Electrocoating, E-Coat).

Es handelt sich um ein elektrochemisches Tauchlackierverfahren, das eine extrem gleichmäßige, haftfeste und korrosionsschützende Lackschicht auf komplexen Metallteilen erzeugt. Es ist eines der wichtigsten Verfahren in der industriellen Serienbeschichtung.

Funktionsprinzip (stark vereinfacht):

  1. Das Bauteil als Kathode: Das zu beschichtende, leitfähige Metallteil (z.B. aus Stahl oder Aluminium) wird in einen Tauchlackbehälter getaucht und als Kathode (Minuspol) geschaltet.

  2. Die Lackpartikel wandern: Der Tauchlack besteht aus winzigen, in Wasser dispergierten Lackpartikeln, die geladen sind.

  3. Elektrophorese: Beim Anlegen einer Gleichspannung wandern diese geladenen Lackpartikel aufgrund des elektrischen Felds zur entgegengesetzt geladenen Kathode, also zum Werkstück.

  4. Abscheidung und Filmbildung: An der Metalloberfläche neutralisieren sich die Partikel und lagern sich als feste, geschlossene Schicht ab. Die Schichtdicke wächst so lange, bis sie isolierend wirkt und den Stromfluss unterbricht – dadurch stellt sich automatisch eine sehr gleichmäßige Schichtdicke ein.

  5. Einbrennen: Nach dem Tauchen und Spülen wird das Teil in einem Ofen ausgehärtet (eingebrannt), woraus sich die endgültige, harte und chemikalienbeständige Lackschicht bildet.

Schlüsseleigenschaften und Vorteile:

  • Hervorragende Korrosionsschutz: Die KTL-Schicht wirkt als physikalische Barriere und bietet einen Basis-Korrosionsschutz (oft > 720 Std. im Salzsprühtest).

  • Perfekte Randbedeckung & Hohlraumbeschichtung: Durch das elektrochemische Verfahren werden auch schwer zugängliche Bereiche, Kanten, Hohlräume und komplexe Geometrien gleichmäßig beschichtet ("Ummantelungseffekt"). Dies ist der größte Vorteil gegenüber Sprühverfahren.

  • Hohe Schichtgleichmäßigkeit: Automatische Selbstbegrenzung der Schichtdicke.

  • Gute Haftung: Durch die elektrochemische Abscheidung ist der Verbund mit dem Grundmaterial sehr gut.

  • Umweltfreundlich & effizient: Wasserbasierte Systeme, sehr hohe Ausnutzung des Lackmaterials (>95%), kaum Overspray.

Anwendungsgebiete (überall dort, wo langlebiger Korrosionsschutz zählt):

  • Automobilindustrie: Karosserie-Rohbau (Karosserie in Weiß), Fahrgestellteile, Achsen, Bremsen, Motorhauben.

  • Haushaltsgeräte: Gehäuse von Waschmaschinen, Geschirrspülern, Kühlschränken.

  • Möbel- und Baubranche: Stahlmöbel, Regale, Fensterprofile, Fassadenelemente.

  • Landwirtschaft und Nutzfahrzeuge: Traktoren, Anbaugeräte.

Hitzebeständigkeit der KTL-Beschichtung:

Hier ist die wichtige Unterscheidung zur vorherigen Frage:
Standard-KTL-Lacke (oft auf Epoxid- oder Acrylatbasis) sind nicht hochhitzebeständig. Sie sind für den Dauereinsatz bei Temperaturen bis etwa 120-150°C ausgelegt. Bei höheren Temperaturen vergilben, verspröden oder zersetzen sie sich.
Für Hochtemperaturanwendungen (z.B. Motorblöcke, Auspuff-Nahbereich) gibt es jedoch spezielle Hochtemperatur-KTL-Lacke (oft auf Silikonmodifizierter Basis), die Dauerbetriebstemperaturen von über 200°C bis etwa 300°C standhalten können.

Zusammenfassender Vergleich zu Ihrer vorherigen Frage:

 
 
Eigenschaft VA-Schwarzfärben (oxidisch-sulfidisch) KTL-Beschichtung
Verfahren Chemische Konversion in Salzschmelze Elektrochemisches Tauchlackieren
Schichtart Anorganische Konversionsschicht (dünn) Organische Lackschicht (dicker)
Primärzweck Dekorativ, Lichtabsorption, leichter Korrosionsschutz Korrosionsschutz, Grundierung, Haftvermittler
Hitzebeständigkeit Mäßig (bis ~300°C, danach Zersetzung) Standard: Niedrig (bis 150°C)
Spezial: Hoch (bis 300°C)
Geometrie Gut, aber Hohlräume schwer zugänglich Hervorragend (beschichtet auch komplexe Teile und Hohlräume)

Wenn Sie also ein V2A-Bauteil benötigen, das sowohl schwarz sein als auch höheren Temperaturen standhalten soll, wäre eine spezielle Hochtemperatur-KTL-Beschichtung eine technisch mögliche Alternative zum Schwarzfärben. Die Wahl hängt stark von der genauen Temperaturbelastung, dem gewünschten Erscheinungsbild und den Kosten ab.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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