klatze309 Posted August 19, 2025 Share Posted August 19, 2025 Kumpel von mir war am Wochenende aufn Track mit dem Mitas, schaut gar nicht mal so gut aus. Luftdruck 1,6 kalt meinte er. Ziemlich rutschig am Kurven Ausgang. 1 2 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Supermoto Posted August 19, 2025 Share Posted August 19, 2025 Mal abgesehen davon, dass 1.6 bar kalt viel zu wenig ist ... Jeder andere Reifen hätte ähnlich ausgesehen, bei dem Luftdruck und Fahrwerkssetting. Der normale SF+ ist auch nicht für die Renne geeignet - dafür gibts den EV und den RS. 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Helmi Posted August 22, 2025 Share Posted August 22, 2025 Am 19.8.2025 um 18:22 schrieb Supermoto: Mal abgesehen davon, dass 1.6 bar kalt viel zu wenig ist Ist das so? Bin ja selbst Rennstreckenanfänger. Hatte vor kurzem ein Rennstreckentraining dabei hatten wir auch das Thema Luftdruck. Der Instruktor meinte auf der Renne fährt man mit wesentlich weniger Druck als die Herstellerangabe des Motorrades. Hier Mal eine Tabelle. Der Mitas ist natürlich nicht dabei. Aber die Werte für den Supercorsa (welchen ich nutze) sind auch unter den Angaben im Handbuch meiner SP. Gruss Lars Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Mechanist Posted August 22, 2025 Share Posted August 22, 2025 (edited) Am 19.8.2025 um 18:22 schrieb Supermoto: Mal abgesehen davon, dass 1.6 bar kalt viel zu wenig ist ... Jeder andere Reifen hätte ähnlich ausgesehen, bei dem Luftdruck und Fahrwerkssetting. Der normale SF+ ist auch nicht für die Renne geeignet - dafür gibts den EV und den RS. Je nach Anforderung, Temperaturen und Skills kann man sogar mit Sporttourenteifen auf der Renne glücklich werden, oder es ist sogar von Vorteil. Helmut Dähne halt übrigens den ewigen Rundenrekord auf der Nordschleife mit einer Honda RC30 auf Metzeler Z1. Edited August 22, 2025 by Mechanist Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Mechanist Posted August 22, 2025 Share Posted August 22, 2025 vor 16 Minuten schrieb Helmi: Ist das so? Bin ja selbst Rennstreckenanfänger. Hatte vor kurzem ein Rennstreckentraining dabei hatten wir auch das Thema Luftdruck. Der Instruktor meinte auf der Renne fährt man mit wesentlich weniger Druck als die Herstellerangabe des Motorrades. Hier Mal eine Tabelle. Der Mitas ist natürlich nicht dabei. Aber die Werte für den Supercorsa (welchen ich nutze) sind auch unter den Angaben im Handbuch meiner SP. Gruss Lars Wenn man ein wenig sucht, findet man bei Mitas auf deren Webseiten ausführlichste Reifendruckangaben auch für die RS. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
DUCA Posted August 22, 2025 Share Posted August 22, 2025 (edited) Reifenluftdruck_250822_071550.pdf Mitas Edited August 22, 2025 by DUCA 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Helmi Posted August 22, 2025 Share Posted August 22, 2025 Bei Google findet man alles? Deswegen hatte ich ja nachgefragt. Hier z.B. wird 1,7bar kalt als ideal für die RS angegeben. Daher meine Frage. "2,1 bar an der Vorderachse und 2,0 bar an der Hinterachse im warmen Fahrbetrieb haben wir als Idealwert auf unserer GasGas SM 700 ermittelt. Dies entspricht einem ungefähren Kaltwert von 1,9 bar an der Vorderachse und 1,7 bar an der Hinterachse." Quelle:https://bikereifen24.de/motorrad-reifenmagazin/mitas-sport-force-plus-ev-test/#:~:text=Luftdruckempfehlung GasGas SM 700 Mitas Sport Force+,bei 25°+ Außentemp. ( 2%2C0 bar heiß) Denke der Luftdruck kalt sollte auf der RS niedriger sein weil der Reifen hier, bei entsprechender Fahrweise, wärmer wird als auf der Straße? Vielleicht kann jemand mit Erfahrung auf der RS was dazu sagen? @mabou950 @SMY? Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
SMY Posted August 22, 2025 Share Posted August 22, 2025 So ungefähr kommt das als Richtwert schon hin. Aber die empfohlenen Drücke sind auch je nach Hersteller unterschiedlich. Kommt dann auf die Karkasse an. Ist sie sehr stabil aufgebaut, kann mit deutlich weniger Luftdruck gefahren werden. Z.B. bei Slicks. Meine Supercorsa SP V4 starte ich je nach zu erwartender Außentemperatur auch, im kalten gemessen, mit vorne 1,8-1,9bar und hinten mit 1,7-1,8 bar. Ich fahre die dann erstmal auf Temperatur und messe zwischendurch dann mal nach. Wenn sie dann warm vorne um 2,0-2,1 und hinten um 2,0bar haben, dann lasse ich das so. Ansonsten wird angepasst. Das ist meine Erfahrung mit den Supercorsas. 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Hypermichi Posted August 22, 2025 Share Posted August 22, 2025 Ich schwöre auf den Roadattack 4 der Sportattack4 ist abe eine gute sportlichere alternative, mit mehr Gefühl fürs Vorderrad. Auf die Reifentest, die diesen Reifen schlecht machen, kannste pfeifen😜 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Supermoto Posted August 23, 2025 Share Posted August 23, 2025 Am 22.8.2025 um 06:29 schrieb Helmi: Ist das so? Bin ja selbst Rennstreckenanfänger. Hatte vor kurzem ein Rennstreckentraining dabei hatten wir auch das Thema Luftdruck. Der Instruktor meinte auf der Renne fährt man mit wesentlich weniger Druck als die Herstellerangabe des Motorrades. Hier Mal eine Tabelle. Der Mitas ist natürlich nicht dabei. Aber die Werte für den Supercorsa (welchen ich nutze) sind auch unter den Angaben im Handbuch meiner SP. Gruss Lars Ja, das ist so. Sonst hätte ich es nicht geschrieben. 1,6 bar kalt ist zu wenig! Mindestens 1,9 solltest du kalt fahren und erstmal das Fahrwerk einstellen, denn da liegt das meiste Potential. 1 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Supermoto Posted August 23, 2025 Share Posted August 23, 2025 Am 22.8.2025 um 07:31 schrieb Helmi: Bei Google findet man alles? Deswegen hatte ich ja nachgefragt. Hier z.B. wird 1,7bar kalt als ideal für die RS angegeben. Daher meine Frage. "2,1 bar an der Vorderachse und 2,0 bar an der Hinterachse im warmen Fahrbetrieb haben wir als Idealwert auf unserer GasGas SM 700 ermittelt. Dies entspricht einem ungefähren Kaltwert von 1,9 bar an der Vorderachse und 1,7 bar an der Hinterachse." Quelle:https://bikereifen24.de/motorrad-reifenmagazin/mitas-sport-force-plus-ev-test/#:~:text=Luftdruckempfehlung GasGas SM 700 Mitas Sport Force+,bei 25°+ Außentemp. ( 2%2C0 bar heiß) Denke der Luftdruck kalt sollte auf der RS niedriger sein weil der Reifen hier, bei entsprechender Fahrweise, wärmer wird als auf der Straße? Vielleicht kann jemand mit Erfahrung auf der RS was dazu sagen? @mabou950 @SMY? Ja, bei Google findest du auch viel Quatsch... Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
mabou950 Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 (edited) @Helmi: Puh - das ist ein sehr komplexes Thema. Für Renneulinge, und jetzt mal rein auf den Luftdruck bezogen, ist meine generelle Empfehlung folgendermassen: Luftdruck absenken auf der RS macht Sinn und muss auch so sein. Die Anforderungen und Belastungen sind einfach wesentlich höher, als im Strassenverkehr. Deswegen entsteht somit sehr viel Walgarbeit, Wärme, Abrieb etc. Führe man mit dem Strassenluftdrück, überhitzt der Reifen gewaltig und schmiert. Demnach, als Beginner, für Sport- und Hypersportreifen pauschal bei 20Grad Vorne meist 2,3bar und Hinten so bei 2,0 - 2,3bar kalt gemessen. Und dann Fahren gehen und Spass haben. Über den Tag dann beobachten und ein bisschen ergänzen. Gegen Mittag wird man meist schneller und es wird wärmer. Hier kann dann hinten mal gut und gern 0,1 -0,2 abgelassen werden. Vorne sollte es bei 2,4 bleiben. Und wenn mal ein bischen mehr oder zu wenig drin ist, sich die Kiste aber gut fährt, dann ist das auch ok. Bitte keine Wissenschaft draus machen. Der Reifen wird eh unterfordert sein, deswegen lieber ein klein bisschen zu viel Luftdruck drin, als zuwenig. Das hilt dem Reifen eher in sein Temperaturfeld zu kommen, also warm zu werden. Als Beginner kann man auch mal die Temperatur nach dem Turn messen. Liegt diese bei so 40-70 Grad nach dem Turn, dann ist das wunderbar. Reifenwärmer? Zu Beginn lieber nicht. Die Hypersportreifen arbeiten sehr sehr gut. Rauf auf den Track und fahren. Den Rest macht normal der Reifen selbst. 🙂 Die Liste z.B von Renngrip ist ok, jedoch muss man wissen, an welche Fahrer die sich richtet. Diese Liste führt nämlich Zielluftdrücke für Rennreifen an und ist für Fahrer gedacht, welche den Reifen annähernd in ihrem Leistungsbereich fahren können. Und das sind meistens die in der schnellen Gruppe. Also in keinem Fall einen Rennstreckenneuling oder einer, der da 5 Mal auf der Renne rumgedüst ist. 😏 demnach hier fürs Vorderrad kalt eher 2,3 und hinten auch wieder 2,1-2,3. —- Soviel mal dazu. Nun noch das Nähkästchien aufgemacht und ein bisschen geplaudert: Worauf kommt es eigentlich denn an? Wichtig ist, dass die chemische Haftung gewährleistet bleibt und der Reifen in sein Temperaturfenster kommt und gehalten wird. Nach dem ersten Turn einfach mal den Reifen anschauen hilft mehr, als ständig mit dem Luftdruckmesser da rumzufummeln. Die Oberfläche des Reifens ist DAS Mass der Dinge und Teil direkt mit, ob sich der Reifen wohl fühlt und was der Fahrer von ihm abverlangt. Die Oberfläche sollte grundsätzlich recht plan und sauber sein. Im besten Fall ganz leicht wellig. Das wäre ein sehr gut: Hat man insbesondere an den Reifenschultern eher viel Gummibatzen und -geschmiere kleben, ist das ein Zeichen eines zu warmen Reifens. Jetzt sollte der Luftdruck um 0,1 -0,2 abgesenkt werden. Nachfolgend ist der Reifen sehr warm und der Gummi schmiert und bleibt da kleben. (Es hat manchmal auch Eigenarten spezieller Reifen, das soetwas eher vorkommt): Wenn der Reifen irgendwann aufreisst, dann liegt das meist viel eher am Fahrverhalten, als am Luftdruck. Ganz oft sieht man das, wenn Fahrer sehr spät und sehr stark ans Gas gehen. Das malträtiert die Reifenoberfläche kurzzeitig so derb, dass die Deckschicht wie abgerissen wird (cold-tear) oder völlig überhitzt (hot tear) Begleiterscheinungen: Low-siding, viel TCS-Eingriffe, bis hin zum Highsider. Meist jedoch low-siding. Aus meiner Sicht rate ich auch Fahrern, wenn diese kommen und sagen, da hinten bin ich einmal gerutscht oder dort war dies und das … bla bla Aufstandfläche oder Reifen-dings-hier … sich ruhig zu verhalten und nicht sofort am Luftdruck rumzuspielen. Nur weil einmal über 30 Runden an einer Stelle das Bike schwimmt, ist das kein Zeichen eines schlechten Luftdrucks. 😏 Hatte mal einen anderen Kollegen, der ins Kies ist, weil beim Herausbeschleunigen das Hinterrad leicht zu sliden begann, er erschrack, Bike aufgestellt und ab ins Kies. Später waren plötzlich alle „Vollprofis“ mit Rat und Tat da und sofort war der Luftdruck Schuld, welcher dann um 0,05 korrigiert wurde . 😆 ist natürlich völliger Quatsch. Oder die Helden, die nach Kurzem auf der Renne etwas übermotoviert werden, ihre Reifen kaputt fahren oder (meist) stets weit nach dem Kurvenausgang ihre Kiste low-siden … 🤣 weil „der Luftdruck nicht gestimmt hat“. Auch hier sieht man immer in der Analyse, dass ihre Gashand sehr falsch agierte. Hingegen sieht man bei Fahrern, die schön sauber fahren und rund, viel eher sehr sehr schöne Reifenbilder! Am Anfang fährt man einfach nicht „rund“ genug, um den Reifen wirklich im Griff zu haben. Gerade das Hinterrad leidet enorm unter vielen Rollphasen und viel zu abruptem Gas aufziehen. Bei Vollast und extrem leistungsstarken Bikes können Temperaturen an der Reifenoberfläche von 150+ erreicht werden!) Also: - auf den Luftdruck achten ist wichtig, jedoch hat es Spielraum - Die Reifenoberfläche im Blick zu haben ist fast wichtiger, denn diese spricht eine eindeutige Sprache. - Auch das eigene Fahrverhalten genauer zu analysieren, denn dass ist massgeblich für den Reifenzustand verantwortlich. - Was jeder kennt ist diese Regel beim Bremsen. Die Bremse wie langsam vorzuspannen, um den Reifen vorzubereiten - und dann voll rein. Exakt gleiches gilt für das Hinterrad. Der will nämlich auch lieb behandelt werden, denn dann funktioniert er extrem gut und kann die Kräfte sehr sauber auf die Strasse bringen. Hoffe, dass hilft mal ein bisschen, um grob eine Übersicht und einen Einstieg zu bekommen. Klar kann man viel weiter abtauchen und dann noch das Fahrwerk mit einbeziehen, und so weiter, aber eben - nach Eins kommt Zwei. Und jetzt: gute Fahrt! 😏👍🏽 Edited August 24, 2025 by mabou950 1 5 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Mechanist Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 (edited) vor 34 Minuten schrieb mabou950: @Helmi: Puh - das ist ein sehr komplexes Thema. Für Renneulinge, und jetzt mal rein auf den Luftdruck bezogen, ist meine generelle Empfehlung folgendermassen: Luftdruck absenken auf der RS macht Sinn und muss auch so sein. Die Anforderungen und Belastungen sind einfach wesentlich höher, als im Strassenverkehr. Deswegen entsteht somit sehr viel Walgarbeit, Wärme, Abrieb etc. Führe man mit dem Strassenluftdrück, überhitzt der Reifen gewaltig und schmiert. Demnach, als Beginner, für Sport- und Hypersportreifen pauschal bei 20Grad Vorne meist 2,3bar und Hinten so bei 2,0 - 2,3bar kalt gemessen. Und dann Fahren gehen und Spass haben. Über den Tag dann beobachten und ein bisschen ergänzen. Gegen Mittag wird man meist schneller und es wird wärmer. Hier kann dann hinten mal gut und gern 0,1 -0,2 abgelassen werden. Vorne sollte es bei 2,4 bleiben. Und wenn mal ein bischen mehr oder zu wenig drin ist, sich die Kiste aber gut fährt, dann ist das auch ok. Bitte keine Wissenschaft draus machen. Der Reifen wird eh unterfordert sein, deswegen lieber ein klein bisschen zu viel Luftdruck drin, als zuwenig. Das hilt dem Reifen eher in sein Temperaturfeld zu kommen, also warm zu werden. Als Beginner kann man auch mal die Temperatur nach dem Turn messen. Liegt diese bei so 40-70 Grad nach dem Turn, dann ist das wunderbar. Reifenwärmer? Zu Beginn lieber nicht. Die Hypersportreifen arbeiten sehr sehr gut. Rauf auf den Track und fahren. Den Rest macht normal der Reifen selbst. 🙂 Die Liste z.B von Renngrip ist ok, jedoch muss man wissen, an welche Fahrer die sich richtet. Diese Liste führt nämlich Zielluftdrücke für Rennreifen an und ist für Fahrer gedacht, welche den Reifen annähernd in ihrem Leistungsbereich fahren können. Und das sind meistens die in der schnellen Gruppe. Also in keinem Fall einen Rennstreckenneuling oder einer, der da 5 Mal auf der Renne rumgedüst ist. 😏 demnach hier fürs Vorderrad kalt eher 2,3 und hinten auch wieder 2,1-2,3. —- Soviel mal dazu. Nun noch das Nähkästchien aufgemacht und ein bisschen geplaudert: Worauf kommt es eigentlich denn an? Wichtig ist, dass die chemische Haftung gewährleistet bleibt und der Reifen in sein Temperaturfenster kommt und gehalten wird. Nach dem ersten Turn einfach mal den Reifen anschauen hilft mehr, als ständig mit dem Luftdruckmesser da rumzufummeln. Die Oberfläche des Reifens ist DAS Mass der Dinge und Teil direkt mit, ob sich der Reifen wohl fühlt und was der Fahrer von ihm abverlangt. Die Oberfläche sollte grundsätzlich recht plan und sauber sein. Im besten Fall ganz leicht wellig. Das wäre ein sehr gut: Hat man insbesondere an den Reifenschultern eher viel Gummibatzen und -geschmiere kleben, ist das ein Zeichen eines zu warmen Reifens. Jetzt sollte der Luftdruck um 0,1 -0,2 abgesenkt werden. Nachfolgend ist der Reifen sehr warm und der Gummi schmiert und bleibt da kleben. (Es hat manchmal auch Eigenarten spezieller Reifen, das soetwas eher vorkommt): Wenn der Reifen irgendwann aufreisst, dann liegt das meist viel eher am Fahrverhalten, als am Luftdruck. Ganz oft sieht man das, wenn Fahrer sehr spät und sehr stark ans Gas gehen. Das malträtiert die Reifenoberfläche kurzzeitig so derb, dass die Deckschicht wie abgerissen wird (cold-tear) oder völlig überhitzt (hot tear) Begleiterscheinungen: Low-siding, viel TCS-Eingriffe, bis hin zum Highsider. Meist jedoch low-siding. Aus meiner Sicht rate ich auch Fahrern, wenn diese kommen und sagen, da hinten bin ich einmal gerutscht oder dort war dies und das … bla bla Aufstandfläche oder Reifen-dings-hier … sich ruhig zu verhalten und nicht sofort am Luftdruck rumzuspielen. Nur weil einmal über 30 Runden an einer Stelle das Bike schwimmt, ist das kein Zeichen eines schlechten Luftdrucks. 😏 Hatte mal einen anderen Kollegen, der ins Kies ist, weil beim Herausbeschleunigen das Hinterrad leicht zu sliden begann, er erschrack, Bike aufgestellt und ab ins Kies. Später waren plötzlich alle „Vollprofis“ mit Rat und Tat da und sofort war der Luftdruck Schuld, welcher dann um 0,05 korrigiert wurde . 😆 ist natürlich völliger Quatsch. Oder die Helden, die nach Kurzem auf der Renne etwas übermotoviert werden, ihre Reifen kaputt fahren oder (meist) stets weit nach dem Kurvenausgang ihre Kiste low-siden … 🤣 weil „der Luftdruck nicht gestimmt hat“. Auch hier sieht man immer in der Analyse, dass ihre Gashand sehr falsch agierte. Hingegen sieht man bei Fahrern, die schön sauber fahren und rund, viel eher sehr sehr schöne Reifenbilder! Am Anfang fährt man einfach nicht „rund“ genug, um den Reifen wirklich im Griff zu haben. Gerade das Hinterrad leidet enorm unter vielen Rollphasen und viel zu abruptem Gas aufziehen. Bei Vollast und extrem leistungsstarken Bikes können Temperaturen an der Reifenoberfläche von 150+ erreicht werden!) Also: - auf den Luftdruck achten ist wichtig, jedoch hat es Spielraum - Die Reifenoberfläche im Blick zu haben ist fast wichtiger, denn diese spricht eine eindeutige Sprache. - Auch das eigene Fahrverhalten genauer zu analysieren, denn dass ist massgeblich für den Reifenzustand verantwortlich. - Was jeder kennt ist diese Regel beim Bremsen. Die Bremse wie langsam vorzuspannen, um den Reifen vorzubereiten - und dann voll rein. Exakt gleiches gilt für das Hinterrad. Der will nämlich auch lieb behandelt werden, denn dann funktioniert er extrem gut und kann die Kräfte sehr sauber auf die Strasse bringen. Hoffe, dass hilft mal ein bisschen, um grob eine Übersicht und einen Einstieg zu bekommen. Klar kann man viel weiter abtauchen und dann noch das Fahrwerk mit einbeziehen, und so weiter, aber eben - nach Eins kommt Zwei. Und jetzt: gute Fahrt! 😏👍🏽 Für mich ist ganz klar, egal ob auf RS oder LS, erst muss das Fahrwerk stimmig sein, dann kann man mit dem Reifenluftdruck ein Feintuning vornehmen. Als Sporttourenfahrer sollte das Reifenbild über die gesamte Reifenauflagefläche homogen sein, und aussehen wie feines Schmiegelpapier/ Samt dann passt es. Edited August 24, 2025 by Mechanist Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Helmi Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 Vielen Dank @mabou950 für die ausführliche Antwort. LG Lars 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
scrdel Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 (edited) So! Ich fummel mir grad die Mitas SF+ auf die Rolle Draht..... ALTER! Ich hab noch nie einen so beschissen störrisch aufzuziehenden Reifen gehabt, meine Frau musste mithelfen und hat um Ihr Leben gebangt! Ich brauchte noch nie, auch im Winter bei 0Grad in der Garage einen Helfer! Vorne ging, Hinten haste den ersten Wulst schon nicht im Guten über die Felge bekommen, bis der Rest drauf war, war harte Arbeit.... Mann Mann Mann! Jetzt muss der aber beim fahren glänzen, die Ersparnis hab ich schon in Schweiß in der Garage gelassen!!!! Sven Edited August 24, 2025 by scrdel 3 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Mechanist Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 vor 1 Stunde schrieb scrdel: So! Ich fummel mir Grad die Mitas SF+ auf die Rolle Draht..... ALTER! Ich hab noch nie einen so beschissen störrisch aufzuziehenden Reifen gehabt, meine Frau musste mithelfen und hat um Ihr Leben gebangt! Ich brauchte noch nie, auch im Winter bei 0Grad in der Garage einen Helfer! Vorne ging, Hinten haste den ersten Wulst schon nicht im Guten über die Felge bekommen, bis der Rest drauf war, war harte Arbeit.... Mann Mann Mann! Jetzt muss der aber beim fahren glänzen, die Ersparnis hab ich schon in Schweiß in der Garage gelassen!!!! Sven Wer schnell sein will, muss eben leiden. ;) Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
Supermoto Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 Die Mitas lassen sich super easy montieren. Noch einfacher gehen nur die Michelin Slicks, die kannst du ohne Eisen montieren 👍 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
DUCA Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 Das war bei mir auch so bei der Montage der Mitas. Ich hatte noch nie so viel Mühe einen Reifen aufzuziehen. Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
scrdel Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 vor 2 Stunden schrieb Mechanist: Wer schnell sein will, muss eben leiden. ...scheint so...😅 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
scrdel Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 vor einer Stunde schrieb DUCA: Das war bei mir auch so bei der Montage der Mitas. Ich hatte noch nie so viel Mühe einen Reifen aufzuziehen. Echt störrisch die Teile, die Flanken sind so hart, wahrscheinlich kann man die auch ohne Luft fahren ...😉 Hab die eben noch fix angefahren, machen keinen schlechten ersten Eindruck. Sven 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
DUCA Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 Beim Touring Force war es noch schlimmer 🥴 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
scrdel Posted August 24, 2025 Share Posted August 24, 2025 (edited) Sollte ich mir die Mitas nochmal aufziehen, leg ich die vorher für 30 Min bei 150°C in den Backofen. Was meint Ihr eher Umluft, oder Ober/Unterhitze, könnte auf der Webseite von Mitas nix dazu finden....😂 Edited August 24, 2025 by scrdel 2 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
DUCA Posted August 25, 2025 Share Posted August 25, 2025 Ich hatte die damals in meine Reifenwärmer gesteckt. Hat etwas Linderung gebracht 😁 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
mabou950 Posted August 25, 2025 Share Posted August 25, 2025 (edited) @scrdel Mit den starren Reifen ist das echt so eine Sache. Mal nachgefragt: Beim Aufziehen des Reifens? Wie hast du denn den Reifenmontage angesetzt? (Wollt’s mal als Tipp anbieten) So: oder so: Die untere Abbildung macht das Aufziehen viel leichter. Was auch hilft, ist, wenn du den Hebel (Bild, rote Markierung) gegen irgendwas Festes stellt. Türrahmen, Autoreifen, etc. Dann musst nicht Gegenhalten. Edited August 25, 2025 by mabou950 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
scrdel Posted August 25, 2025 Share Posted August 25, 2025 vor 2 Stunden schrieb mabou950: @scrdel Mit den starren Reifen ist das echt so eine Sache. Mal nachgefragt: Beim Aufziehen des Reifens? Wie hast du denn den Reifenmontage angesetzt? (Wollt’s mal als Tipp anbieten) So: oder so: Die untere Abbildung macht das Aufziehen viel leichter. Was auch hilft, ist, wenn du den Hebel (Bild, rote Markierung) gegen irgendwas Festes stellt. Türrahmen, Autoreifen, etc. Dann musst nicht Gegenhalten. Hi, immer so wie auf Deinem zweiten Bild, ich hab schon 20-30 Reifen aufgezogen, mit so einem Gerät findet man schnell neue Freunde.... Auf dem Bild meiner vorderen Felge ist der Reifen schon drauf, der vordere war auch kein Problem, der hintere war so störrisch. Selbst das runterdrücken gegenüber dem Montagekopf half nix. Es ging schon der erste Wulst sehr schwer über die Felge.... Meine Frau fragte immer, ob der Reifen auch der richtige wäre..... Ich war kurz vorm gucken, ob's 180/55 ZR 15 wäre.....😉 1 Quote Link to comment Share on other sites More sharing options...
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