Jump to content

Reifenzusammenfassung 950er


Recommended Posts

Mal abgesehen davon, dass 1.6 bar kalt viel zu wenig ist ... 

Jeder andere Reifen hätte ähnlich ausgesehen, bei dem Luftdruck und Fahrwerkssetting.

Der normale SF+ ist auch nicht für die Renne geeignet - dafür gibts den EV und den RS.

  • Like 2
Link to comment
Share on other sites

Am 19.8.2025 um 18:22 schrieb Supermoto:

Mal abgesehen davon, dass 1.6 bar kalt viel zu wenig ist

Ist das so? Bin ja selbst Rennstreckenanfänger. Hatte vor kurzem ein Rennstreckentraining dabei hatten wir auch das Thema Luftdruck. Der Instruktor meinte auf der Renne fährt man mit wesentlich weniger Druck als die Herstellerangabe des Motorrades. Hier Mal eine Tabelle. Der Mitas ist natürlich nicht dabei. Aber die Werte für den Supercorsa (welchen ich nutze) sind auch unter den Angaben im Handbuch meiner SP. 

Gruss Lars

Screenshot_2025-08-22-06-22-31-797_com.android.chrome.jpg

Link to comment
Share on other sites

Am 19.8.2025 um 18:22 schrieb Supermoto:

Mal abgesehen davon, dass 1.6 bar kalt viel zu wenig ist ... 

Jeder andere Reifen hätte ähnlich ausgesehen, bei dem Luftdruck und Fahrwerkssetting.

Der normale SF+ ist auch nicht für die Renne geeignet - dafür gibts den EV und den RS.

Je nach Anforderung, Temperaturen und Skills kann man sogar mit Sporttourenteifen auf der Renne glücklich werden, oder es ist sogar von Vorteil.

Helmut Dähne halt übrigens den ewigen Rundenrekord auf der Nordschleife  mit einer Honda RC30 auf Metzeler Z1. 

Edited by Mechanist
Link to comment
Share on other sites

vor 16 Minuten schrieb Helmi:

Ist das so? Bin ja selbst Rennstreckenanfänger. Hatte vor kurzem ein Rennstreckentraining dabei hatten wir auch das Thema Luftdruck. Der Instruktor meinte auf der Renne fährt man mit wesentlich weniger Druck als die Herstellerangabe des Motorrades. Hier Mal eine Tabelle. Der Mitas ist natürlich nicht dabei. Aber die Werte für den Supercorsa (welchen ich nutze) sind auch unter den Angaben im Handbuch meiner SP. 

Gruss Lars

Screenshot_2025-08-22-06-22-31-797_com.android.chrome.jpg

Wenn man ein wenig sucht, findet man bei Mitas auf deren Webseiten ausführlichste Reifendruckangaben auch für die RS. 

Link to comment
Share on other sites

Bei Google findet man alles? Deswegen hatte ich ja nachgefragt. Hier z.B. wird 1,7bar kalt als ideal für die RS angegeben. Daher meine Frage.

"2,1 bar an der Vorderachse und 2,0 bar an der Hinterachse im warmen Fahrbetrieb haben wir als Idealwert auf unserer GasGas SM 700 ermittelt. Dies entspricht einem ungefähren Kaltwert von 1,9 bar an der Vorderachse und 1,7 bar an der Hinterachse."

Quelle:https://bikereifen24.de/motorrad-reifenmagazin/mitas-sport-force-plus-ev-test/#:~:text=Luftdruckempfehlung GasGas SM 700 Mitas Sport Force+,bei 25°+ Außentemp. ( 2%2C0 bar heiß)

 

Denke der Luftdruck kalt sollte auf der RS niedriger sein weil der Reifen hier, bei entsprechender Fahrweise, wärmer wird als auf der Straße? Vielleicht kann jemand mit Erfahrung auf der RS was dazu sagen? @mabou950 @SMY?

Link to comment
Share on other sites

So ungefähr kommt das als Richtwert schon hin.

Aber die empfohlenen Drücke sind auch je nach Hersteller unterschiedlich. Kommt dann auf die Karkasse an. Ist sie sehr stabil aufgebaut, kann mit deutlich weniger Luftdruck gefahren werden. Z.B. bei Slicks.

Meine Supercorsa SP V4 starte ich je nach zu erwartender Außentemperatur auch, im kalten gemessen, mit vorne 1,8-1,9bar und hinten mit 1,7-1,8 bar. Ich fahre die dann erstmal auf Temperatur und messe zwischendurch dann mal nach. Wenn sie dann warm vorne um 2,0-2,1 und hinten um 2,0bar haben, dann lasse ich das so. Ansonsten wird angepasst.

Das ist meine Erfahrung mit den Supercorsas. 

 

 

  • Thanks 1
Link to comment
Share on other sites

Am 22.8.2025 um 06:29 schrieb Helmi:

Ist das so? Bin ja selbst Rennstreckenanfänger. Hatte vor kurzem ein Rennstreckentraining dabei hatten wir auch das Thema Luftdruck. Der Instruktor meinte auf der Renne fährt man mit wesentlich weniger Druck als die Herstellerangabe des Motorrades. Hier Mal eine Tabelle. Der Mitas ist natürlich nicht dabei. Aber die Werte für den Supercorsa (welchen ich nutze) sind auch unter den Angaben im Handbuch meiner SP. 

Gruss Lars

Screenshot_2025-08-22-06-22-31-797_com.android.chrome.jpg

Ja, das ist so. Sonst hätte ich es nicht geschrieben.

1,6 bar kalt ist zu wenig! Mindestens 1,9 solltest du kalt fahren und erstmal das Fahrwerk einstellen, denn da liegt das meiste Potential.

  • Like 1
  • Thanks 1
Link to comment
Share on other sites

Am 22.8.2025 um 07:31 schrieb Helmi:

Bei Google findet man alles? Deswegen hatte ich ja nachgefragt. Hier z.B. wird 1,7bar kalt als ideal für die RS angegeben. Daher meine Frage.

"2,1 bar an der Vorderachse und 2,0 bar an der Hinterachse im warmen Fahrbetrieb haben wir als Idealwert auf unserer GasGas SM 700 ermittelt. Dies entspricht einem ungefähren Kaltwert von 1,9 bar an der Vorderachse und 1,7 bar an der Hinterachse."

Quelle:https://bikereifen24.de/motorrad-reifenmagazin/mitas-sport-force-plus-ev-test/#:~:text=Luftdruckempfehlung GasGas SM 700 Mitas Sport Force+,bei 25°+ Außentemp. ( 2%2C0 bar heiß)

 

Denke der Luftdruck kalt sollte auf der RS niedriger sein weil der Reifen hier, bei entsprechender Fahrweise, wärmer wird als auf der Straße? Vielleicht kann jemand mit Erfahrung auf der RS was dazu sagen? @mabou950 @SMY?

Ja, bei Google findest du auch viel Quatsch...

Link to comment
Share on other sites

@Helmi:

Puh - das ist ein sehr komplexes Thema. Für Renneulinge, und jetzt mal rein auf den Luftdruck bezogen, ist meine generelle Empfehlung folgendermassen:

Luftdruck absenken auf der RS macht Sinn und muss auch so sein. Die Anforderungen und Belastungen sind einfach wesentlich höher, als im Strassenverkehr. Deswegen entsteht somit sehr viel Walgarbeit, Wärme, Abrieb etc. Führe man mit dem Strassenluftdrück, überhitzt der Reifen gewaltig und schmiert.

Demnach, als Beginner, für Sport- und Hypersportreifen pauschal bei 20Grad Vorne meist 2,3bar und Hinten so bei 2,0 - 2,3bar kalt gemessen. Und dann Fahren gehen und Spass haben. Über den Tag dann beobachten und ein bisschen ergänzen. Gegen Mittag wird man meist schneller und es wird wärmer. Hier kann dann hinten mal gut und gern 0,1 -0,2 abgelassen werden. Vorne sollte es bei 2,4 bleiben. Und wenn mal ein bischen mehr oder zu wenig drin ist, sich die Kiste aber gut fährt, dann ist das auch ok. Bitte keine Wissenschaft draus machen. Der Reifen wird eh unterfordert sein, deswegen lieber ein klein bisschen zu viel Luftdruck drin, als zuwenig. Das hilt dem Reifen eher in sein Temperaturfeld zu kommen, also warm zu werden. Als Beginner kann man auch mal die Temperatur nach dem Turn messen. Liegt diese bei so 40-70 Grad nach dem Turn, dann ist das wunderbar.  
Reifenwärmer? Zu Beginn lieber nicht. Die Hypersportreifen arbeiten sehr sehr gut. Rauf auf den Track und fahren. Den Rest macht normal der Reifen selbst. 🙂

Die Liste z.B von Renngrip ist ok, jedoch muss man wissen, an welche Fahrer die sich richtet. Diese Liste führt nämlich Zielluftdrücke für Rennreifen an und ist für Fahrer gedacht, welche den Reifen annähernd in ihrem Leistungsbereich fahren können. Und das sind meistens die in der schnellen Gruppe. Also in keinem Fall einen Rennstreckenneuling oder einer, der da 5 Mal auf der Renne rumgedüst ist. 😏 demnach hier fürs Vorderrad kalt eher 2,3 und hinten auch wieder 2,1-2,3.

—-

Soviel mal dazu. Nun noch das Nähkästchien aufgemacht und ein bisschen geplaudert:

Worauf kommt es eigentlich denn an? Wichtig ist, dass die chemische Haftung gewährleistet bleibt und der Reifen in sein Temperaturfenster kommt und gehalten wird. Nach dem ersten Turn einfach mal den Reifen anschauen hilft mehr, als ständig mit dem Luftdruckmesser da rumzufummeln. Die Oberfläche des Reifens ist DAS Mass der Dinge und Teil direkt mit, ob sich der Reifen wohl fühlt und was der Fahrer von ihm abverlangt. Die Oberfläche sollte grundsätzlich recht plan und sauber sein. Im besten Fall ganz leicht wellig. Das wäre ein sehr gut:
IMG_4805.thumb.jpeg.2cae418f220cd52c55c5ae3966bd27ef.jpegIMG_4804.thumb.jpeg.9ff6ccb5fa9a55739ecac8087237440a.jpeg


Hat man insbesondere an den Reifenschultern eher viel Gummibatzen und -geschmiere kleben, ist das ein Zeichen eines zu warmen Reifens. Jetzt sollte der Luftdruck um 0,1 -0,2 abgesenkt werden. Nachfolgend ist der Reifen sehr warm und der Gummi schmiert und bleibt da kleben. (Es hat manchmal auch Eigenarten spezieller Reifen, das soetwas eher vorkommt):

IMG_4803.thumb.jpeg.c248c7e0a265ca0692ee46be1648b0d3.jpeg
 

Wenn der Reifen irgendwann aufreisst, dann liegt das meist viel eher am Fahrverhalten, als am Luftdruck. Ganz oft sieht man das, wenn Fahrer sehr spät und sehr stark ans Gas gehen. Das malträtiert die Reifenoberfläche kurzzeitig so derb, dass die Deckschicht wie abgerissen wird (cold-tear) oder völlig überhitzt (hot tear) Begleiterscheinungen: Low-siding, viel TCS-Eingriffe, bis hin zum Highsider. Meist jedoch low-siding.
 

Aus meiner Sicht rate ich auch Fahrern, wenn diese kommen und sagen, da hinten bin ich einmal gerutscht oder dort war dies und das … bla bla Aufstandfläche oder Reifen-dings-hier … sich ruhig zu verhalten und nicht sofort am Luftdruck rumzuspielen. Nur weil einmal über 30 Runden an einer Stelle das Bike schwimmt, ist das kein Zeichen eines schlechten  Luftdrucks. 😏 Hatte mal einen anderen Kollegen, der ins Kies ist, weil beim Herausbeschleunigen das Hinterrad leicht zu sliden begann, er erschrack, Bike aufgestellt und ab ins Kies. Später waren plötzlich alle „Vollprofis“ mit Rat und Tat da und sofort war der Luftdruck Schuld, welcher dann um 0,05 korrigiert wurde . 😆 ist natürlich völliger Quatsch. Oder die Helden, die nach Kurzem auf der Renne etwas übermotoviert werden, ihre Reifen kaputt fahren oder (meist) stets weit nach dem Kurvenausgang ihre Kiste low-siden … 🤣 weil „der Luftdruck nicht gestimmt hat“. Auch hier sieht man immer in der Analyse, dass ihre Gashand sehr falsch agierte. Hingegen sieht man bei Fahrern, die schön sauber fahren und rund, viel eher sehr sehr schöne Reifenbilder!

Am Anfang fährt man einfach nicht „rund“ genug, um den Reifen wirklich im Griff zu haben. Gerade das Hinterrad leidet enorm unter vielen Rollphasen und viel zu abruptem Gas aufziehen. Bei Vollast und extrem leistungsstarken Bikes können Temperaturen an der Reifenoberfläche von 150+ erreicht werden!) 

 

Also:

- auf den Luftdruck achten ist wichtig, jedoch hat es Spielraum

- Die Reifenoberfläche im Blick zu haben ist fast wichtiger, denn diese spricht eine eindeutige Sprache.
- Auch das eigene Fahrverhalten genauer zu analysieren, denn dass ist massgeblich für den Reifenzustand verantwortlich.

- Was jeder kennt ist diese Regel beim Bremsen. Die Bremse wie langsam vorzuspannen, um den Reifen vorzubereiten - und dann voll rein. Exakt gleiches gilt für das Hinterrad. Der will nämlich auch lieb behandelt werden, denn dann funktioniert er extrem gut und kann die Kräfte sehr sauber auf die Strasse bringen.


Hoffe, dass hilft mal ein bisschen, um grob eine Übersicht und einen Einstieg zu bekommen. Klar kann man viel weiter abtauchen und dann noch das Fahrwerk mit einbeziehen, und so weiter, aber eben - nach Eins kommt Zwei.
Und jetzt: gute Fahrt! 
😏👍🏽

Edited by mabou950
  • Like 1
  • Thanks 5
Link to comment
Share on other sites

vor 34 Minuten schrieb mabou950:

@Helmi:

Puh - das ist ein sehr komplexes Thema. Für Renneulinge, und jetzt mal rein auf den Luftdruck bezogen, ist meine generelle Empfehlung folgendermassen:

Luftdruck absenken auf der RS macht Sinn und muss auch so sein. Die Anforderungen und Belastungen sind einfach wesentlich höher, als im Strassenverkehr. Deswegen entsteht somit sehr viel Walgarbeit, Wärme, Abrieb etc. Führe man mit dem Strassenluftdrück, überhitzt der Reifen gewaltig und schmiert.

Demnach, als Beginner, für Sport- und Hypersportreifen pauschal bei 20Grad Vorne meist 2,3bar und Hinten so bei 2,0 - 2,3bar kalt gemessen. Und dann Fahren gehen und Spass haben. Über den Tag dann beobachten und ein bisschen ergänzen. Gegen Mittag wird man meist schneller und es wird wärmer. Hier kann dann hinten mal gut und gern 0,1 -0,2 abgelassen werden. Vorne sollte es bei 2,4 bleiben. Und wenn mal ein bischen mehr oder zu wenig drin ist, sich die Kiste aber gut fährt, dann ist das auch ok. Bitte keine Wissenschaft draus machen. Der Reifen wird eh unterfordert sein, deswegen lieber ein klein bisschen zu viel Luftdruck drin, als zuwenig. Das hilt dem Reifen eher in sein Temperaturfeld zu kommen, also warm zu werden. Als Beginner kann man auch mal die Temperatur nach dem Turn messen. Liegt diese bei so 40-70 Grad nach dem Turn, dann ist das wunderbar.  
Reifenwärmer? Zu Beginn lieber nicht. Die Hypersportreifen arbeiten sehr sehr gut. Rauf auf den Track und fahren. Den Rest macht normal der Reifen selbst. 🙂

Die Liste z.B von Renngrip ist ok, jedoch muss man wissen, an welche Fahrer die sich richtet. Diese Liste führt nämlich Zielluftdrücke für Rennreifen an und ist für Fahrer gedacht, welche den Reifen annähernd in ihrem Leistungsbereich fahren können. Und das sind meistens die in der schnellen Gruppe. Also in keinem Fall einen Rennstreckenneuling oder einer, der da 5 Mal auf der Renne rumgedüst ist. 😏 demnach hier fürs Vorderrad kalt eher 2,3 und hinten auch wieder 2,1-2,3.

—-

Soviel mal dazu. Nun noch das Nähkästchien aufgemacht und ein bisschen geplaudert:

Worauf kommt es eigentlich denn an? Wichtig ist, dass die chemische Haftung gewährleistet bleibt und der Reifen in sein Temperaturfenster kommt und gehalten wird. Nach dem ersten Turn einfach mal den Reifen anschauen hilft mehr, als ständig mit dem Luftdruckmesser da rumzufummeln. Die Oberfläche des Reifens ist DAS Mass der Dinge und Teil direkt mit, ob sich der Reifen wohl fühlt und was der Fahrer von ihm abverlangt. Die Oberfläche sollte grundsätzlich recht plan und sauber sein. Im besten Fall ganz leicht wellig. Das wäre ein sehr gut:
IMG_4805.thumb.jpeg.2cae418f220cd52c55c5ae3966bd27ef.jpegIMG_4804.thumb.jpeg.9ff6ccb5fa9a55739ecac8087237440a.jpeg


Hat man insbesondere an den Reifenschultern eher viel Gummibatzen und -geschmiere kleben, ist das ein Zeichen eines zu warmen Reifens. Jetzt sollte der Luftdruck um 0,1 -0,2 abgesenkt werden. Nachfolgend ist der Reifen sehr warm und der Gummi schmiert und bleibt da kleben. (Es hat manchmal auch Eigenarten spezieller Reifen, das soetwas eher vorkommt):

IMG_4803.thumb.jpeg.c248c7e0a265ca0692ee46be1648b0d3.jpeg
 

Wenn der Reifen irgendwann aufreisst, dann liegt das meist viel eher am Fahrverhalten, als am Luftdruck. Ganz oft sieht man das, wenn Fahrer sehr spät und sehr stark ans Gas gehen. Das malträtiert die Reifenoberfläche kurzzeitig so derb, dass die Deckschicht wie abgerissen wird (cold-tear) oder völlig überhitzt (hot tear) Begleiterscheinungen: Low-siding, viel TCS-Eingriffe, bis hin zum Highsider. Meist jedoch low-siding.
 

Aus meiner Sicht rate ich auch Fahrern, wenn diese kommen und sagen, da hinten bin ich einmal gerutscht oder dort war dies und das … bla bla Aufstandfläche oder Reifen-dings-hier … sich ruhig zu verhalten und nicht sofort am Luftdruck rumzuspielen. Nur weil einmal über 30 Runden an einer Stelle das Bike schwimmt, ist das kein Zeichen eines schlechten  Luftdrucks. 😏 Hatte mal einen anderen Kollegen, der ins Kies ist, weil beim Herausbeschleunigen das Hinterrad leicht zu sliden begann, er erschrack, Bike aufgestellt und ab ins Kies. Später waren plötzlich alle „Vollprofis“ mit Rat und Tat da und sofort war der Luftdruck Schuld, welcher dann um 0,05 korrigiert wurde . 😆 ist natürlich völliger Quatsch. Oder die Helden, die nach Kurzem auf der Renne etwas übermotoviert werden, ihre Reifen kaputt fahren oder (meist) stets weit nach dem Kurvenausgang ihre Kiste low-siden … 🤣 weil „der Luftdruck nicht gestimmt hat“. Auch hier sieht man immer in der Analyse, dass ihre Gashand sehr falsch agierte. Hingegen sieht man bei Fahrern, die schön sauber fahren und rund, viel eher sehr sehr schöne Reifenbilder!

Am Anfang fährt man einfach nicht „rund“ genug, um den Reifen wirklich im Griff zu haben. Gerade das Hinterrad leidet enorm unter vielen Rollphasen und viel zu abruptem Gas aufziehen. Bei Vollast und extrem leistungsstarken Bikes können Temperaturen an der Reifenoberfläche von 150+ erreicht werden!) 

 

Also:

- auf den Luftdruck achten ist wichtig, jedoch hat es Spielraum

- Die Reifenoberfläche im Blick zu haben ist fast wichtiger, denn diese spricht eine eindeutige Sprache.
- Auch das eigene Fahrverhalten genauer zu analysieren, denn dass ist massgeblich für den Reifenzustand verantwortlich.

- Was jeder kennt ist diese Regel beim Bremsen. Die Bremse wie langsam vorzuspannen, um den Reifen vorzubereiten - und dann voll rein. Exakt gleiches gilt für das Hinterrad. Der will nämlich auch lieb behandelt werden, denn dann funktioniert er extrem gut und kann die Kräfte sehr sauber auf die Strasse bringen.


Hoffe, dass hilft mal ein bisschen, um grob eine Übersicht und einen Einstieg zu bekommen. Klar kann man viel weiter abtauchen und dann noch das Fahrwerk mit einbeziehen, und so weiter, aber eben - nach Eins kommt Zwei.
Und jetzt: gute Fahrt! 
😏👍🏽

Für mich ist ganz klar, egal ob auf RS oder LS, erst muss das Fahrwerk stimmig sein, dann kann man mit dem Reifenluftdruck ein Feintuning vornehmen. 

Als Sporttourenfahrer sollte das Reifenbild über die gesamte Reifenauflagefläche homogen sein, und aussehen wie feines Schmiegelpapier/ Samt dann passt es.

Edited by Mechanist
Link to comment
Share on other sites

So!

 

Ich fummel mir grad die Mitas SF+ auf die Rolle Draht..... ALTER!

Ich hab noch nie einen so beschissen störrisch aufzuziehenden Reifen gehabt, meine Frau musste mithelfen und hat um Ihr Leben gebangt! Ich brauchte noch nie, auch im Winter bei 0Grad in der Garage einen Helfer!

Vorne ging, Hinten haste den ersten Wulst schon nicht im Guten über die Felge bekommen, bis der Rest drauf war, war harte Arbeit.... Mann Mann Mann!

 

Jetzt muss der aber beim fahren glänzen, die Ersparnis hab ich schon in Schweiß in der Garage gelassen!!!!

 

Sven

 

 

PXL_20250824_112805600.MP.jpg

PXL_20250824_114855674.jpg

PXL_20250824_130411188.jpg

PXL_20250824_141619136.NIGHT.jpg

PXL_20250824_141631732.jpg

PXL_20250824_141641588.jpg

Edited by scrdel
  • Like 3
Link to comment
Share on other sites

vor 1 Stunde schrieb scrdel:

So!

 

Ich fummel mir Grad die Mitas SF+ auf die Rolle Draht..... ALTER!

Ich hab noch nie einen so beschissen störrisch aufzuziehenden Reifen gehabt, meine Frau musste mithelfen und hat um Ihr Leben gebangt! Ich brauchte noch nie, auch im Winter bei 0Grad in der Garage einen Helfer!

Vorne ging, Hinten haste den ersten Wulst schon nicht im Guten über die Felge bekommen, bis der Rest drauf war, war harte Arbeit.... Mann Mann Mann!

 

Jetzt muss der aber beim fahren glänzen, die Ersparnis hab ich schon in Schweiß in der Garage gelassen!!!!

 

Sven

 

 

PXL_20250824_112805600.MP.jpg

PXL_20250824_114855674.jpg

PXL_20250824_130411188.jpg

PXL_20250824_141619136.NIGHT.jpg

PXL_20250824_141631732.jpg

PXL_20250824_141641588.jpg

Wer schnell sein will, muss eben leiden. ;)

Link to comment
Share on other sites

vor einer Stunde schrieb DUCA:

Das war bei mir auch so bei der Montage der Mitas.  Ich hatte noch nie so viel Mühe einen Reifen aufzuziehen. 

 

Echt störrisch die Teile, die Flanken sind so hart, wahrscheinlich kann man die auch ohne Luft fahren ...😉

 

Hab die eben noch fix angefahren, machen keinen schlechten ersten Eindruck.

 

Sven

  • Haha 2
Link to comment
Share on other sites

Sollte ich mir die Mitas nochmal aufziehen, leg ich die vorher für 30 Min bei 150°C in den Backofen.

Was meint Ihr eher Umluft, oder Ober/Unterhitze, könnte auf der Webseite von Mitas nix dazu finden....😂

Edited by scrdel
  • Haha 2
Link to comment
Share on other sites

@scrdel

Mit den starren Reifen ist das echt so eine Sache.

Mal nachgefragt:

Beim Aufziehen des Reifens? Wie hast du denn den Reifenmontage angesetzt? (Wollt’s mal als Tipp anbieten)

So:

IMG_4812.jpeg.2441fc6955f610ae4ab9db91febcbfee.jpeg

oder so:

IMG_4813.thumb.jpeg.1fb7e7b6c5e0717aed3194c49a8753f6.jpeg


Die untere Abbildung macht das Aufziehen viel leichter. 
 

Was auch hilft, ist, wenn du den Hebel (Bild, rote Markierung) gegen irgendwas Festes stellt. Türrahmen, Autoreifen, etc. Dann musst nicht Gegenhalten.

IMG_4814.thumb.jpeg.18b45549e456a7c9fa610eb8a08f5c61.jpeg

Edited by mabou950
Link to comment
Share on other sites

vor 2 Stunden schrieb mabou950:

@scrdel

Mit den starren Reifen ist das echt so eine Sache.

Mal nachgefragt:

Beim Aufziehen des Reifens? Wie hast du denn den Reifenmontage angesetzt? (Wollt’s mal als Tipp anbieten)

So:

IMG_4812.jpeg.2441fc6955f610ae4ab9db91febcbfee.jpeg

oder so:

IMG_4813.thumb.jpeg.1fb7e7b6c5e0717aed3194c49a8753f6.jpeg


Die untere Abbildung macht das Aufziehen viel leichter. 
 

Was auch hilft, ist, wenn du den Hebel (Bild, rote Markierung) gegen irgendwas Festes stellt. Türrahmen, Autoreifen, etc. Dann musst nicht Gegenhalten.

IMG_4814.thumb.jpeg.18b45549e456a7c9fa610eb8a08f5c61.jpeg

Hi,

immer so wie auf Deinem zweiten Bild, ich hab schon 20-30 Reifen aufgezogen, mit so einem Gerät findet man schnell neue Freunde....

Auf dem Bild meiner vorderen Felge ist der Reifen schon drauf, der vordere war auch kein Problem, der hintere war so störrisch. Selbst das runterdrücken gegenüber dem Montagekopf half nix. Es ging schon der erste Wulst sehr schwer über die Felge.... Meine Frau fragte immer, ob der Reifen auch der richtige wäre..... Ich war kurz vorm gucken, ob's 180/55 ZR 15 wäre.....😉

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

 Share

×
×
  • Create New...

Important Information

Terms of Use Privacy Policy