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MACH DAS NICHT! - Wie stelle ich mein Fahrwerk am Motorrad richtig ein?


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Also hilfreich - theoretisch vielleicht - praktisch nein

Die Wortwahl weich - straff ist in diesem Zusammenhang komplett irreführend bzw. einfach falsch.

weich eingestellt 120kg -Mann zu 50kg -Frau. 

Mir ist nicht klar warum es immer noch das Märchen gibt, dass mit der Federvorspannung ein Fahrwerk weicher oder straffer eingestellt werden kann. 

Das ist 5. oder 6. Klasse Physikunterricht - eine (lineare) Feder wird durch die Änderung der Vorspannung nicht weicher oder straffer.

Ein Fahrwerk mit der gleichen Feder (-Rate) kann nicht durch Änderung der Vorspannung auf einen 120kg Mann oder eine 50kg Frau eingestellt werden, dazu muss einfach die Feder geändert werden.

Hinten weich vorne stramm - leuchtet das Fahrzeug in den Himmel! 

Ja, ich stelle über die Vorspannung die Fahrzeughöhe ein, aber nicht weich oder stramm. Viel wichtiger ist, dass ich dadurch die Fahrzeuggeometrie ändere.

So - den Rest vergess ich jetzt einfach mal. Die Überschrift ist vollkommen zutreffend: MACHT DAS NICHT!

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vor einer Stunde schrieb Duc4Ever:

Also hilfreich - theoretisch vielleicht - praktisch nein

Die Wortwahl weich - straff ist in diesem Zusammenhang komplett irreführend bzw. einfach falsch.

weich eingestellt 120kg -Mann zu 50kg -Frau. 

Mir ist nicht klar warum es immer noch das Märchen gibt, dass mit der Federvorspannung ein Fahrwerk weicher oder straffer eingestellt werden kann. 

Das ist 5. oder 6. Klasse Physikunterricht - eine (lineare) Feder wird durch die Änderung der Vorspannung nicht weicher oder straffer.

Ein Fahrwerk mit der gleichen Feder (-Rate) kann nicht durch Änderung der Vorspannung auf einen 120kg Mann oder eine 50kg Frau eingestellt werden, dazu muss einfach die Feder geändert werden.

Hinten weich vorne stramm - leuchtet das Fahrzeug in den Himmel! 

Ja, ich stelle über die Vorspannung die Fahrzeughöhe ein, aber nicht weich oder stramm. Viel wichtiger ist, dass ich dadurch die Fahrzeuggeometrie ändere.

So - den Rest vergess ich jetzt einfach mal. Die Überschrift ist vollkommen zutreffend: MACHT DAS NICHT!

Sie meinen nicht die Federkonstante, sondern die Höhe des Fahrwerks, bzw. den nutzbaren negativen und positiven Federweg, und der muss PixAuge gleich sein für jeder Gewichtsklasse, was man aber einstellen muss bei den "normalen" Fahrwerken.  Wenn man sie aber so "vorspannen" würde das wenn einer drauf sitzt der negativ Federweg Null ist, dann wäre das gar nicht mal so gut.

Im Grunde haben sie es so wie folgt gemacht, aber ich gebe zu das sie es nicht so detailliert beschrieben haben.

https://www.polo-motorrad.com/de-at/fahrwerk-einstellen-030214.html

  

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Sehr hilfreich ist , bzw. am Besten ist , wenn man solche Filmchen aus dem Netzt garnicht braucht.

Ich habe es mir nicht angesehen. Warum auch ? Ich kann schon immer meine Fahrwerke selbst nach meinen Bedürfnissen Vorlieben Gewichtsklasse selbst einstellen.  Am besten unterwegs wo mann Veränderungen sogleich erfahren kann. 😎 Nicht in der Garage wo alle Komponenten kalt sind.

Ein jeder kann das, der sich ein bisschen darum kümmert . Da brauche ich keine Influencer , Blogger . Oft genügt das genaue Studium vom Handbuch

Nur habe ich das Gefühl die Leute wollen heutzutage " beim Motorradfahren " lieber über Head Set, Connectivity mit der Karre und mit allem Möglichen verbunden sein.  Ohne SmartPhone nebst 20 Apps geht beim Fahren heute überhaupt nichts mehr.

Ich frage mich !  Wo bleiben die Sinne, wo bleibt das Bauchgefühl und die völlige perfekte Konzentration auf den flotten Swing.

Mir völlig klar da, dass dann natürlich " manche " bei sowas Banalem wie Klicks und Einstellungen überfordert sind und auch keine Lust dazu haben sich damit auseinander zu setzen . Das neueste Navi wo ich nach der Fahrt jeden noch so langweiligen gefahrenen km bis zum Puls mit der Welt teilen kann .... ist doch viiiiel wichtiger.

 

Ich will wirklich niemanden zu Nahe treten. Es gibt ja welche die können Beides.

Manchesmal bin ich froh, dass ich alt bin. Weil ich lieber mit einem Menschen selbst komuniziere, austausche, mich beraten lasse. Unterwegs, im Forum, einfach überall und auch in der Garage um sich bei den kleinen Problemchen gegenseitig zu helfen ..... und weils Spass macht. 🥰

...... und lernen unter Einsatz vom eigenen Hirn, dem eigenen Gefühl  ist immer noch wichtig und vor allem auch nachhaltig. Ich habs vor 30 Jahren mal selbst gelernt und es hält bis Heute vor 😇

 

Grüße Gerhard

 

 

 

 

Edited by Silver Rider
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Was ich schon immer bei Federn festgestellt habe aber nie zu Fragen wagte.....

Weiche Feder, harte Feder... ich brauche mal finale Erleuchtung (eure Erklärung) und bin sicher daß ich sie hier finde......

Ich baue meine Trockenkupplung zusammen:

Fall 1: Unter die Federteller kommen Distanzscheiben.....

Die Federn werden durch die Montage aus der unbelasteten Länge  nun 2 mm zusammengedrückt.

Mit der Kofferwaage am definierten Punkt am Kupplungshebel (neben der Kugel innen) muss ich mit "6kg ziehen" damit sich der Hebel Richtung Lenker bewegt.

Fall 2: Mach ich die Distanzscheiben weg werden die gleichen Federn durch die Montage ja 2 mm mehr zusammengedrückt; also jetzt "4 mm vorgespannt"....

Mit der Kofferwaage muss ich jetzt  "8kg ziehen" um den Hebel zu bewegen....

Warum ist das so ?

vor 20 Stunden schrieb Duc4Ever:

 

 

Das ist 5. oder 6. Klasse Physikunterricht - eine (lineare) Feder wird durch die Änderung der Vorspannung nicht weicher oder straffer.

Bin gespannt.....

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vor einer Stunde schrieb Glückspilz:

Was ich schon immer bei Federn festgestellt habe aber nie zu Fragen wagte.....

Weiche Feder, harte Feder... ich brauche mal finale Erleuchtung (eure Erklärung) und bin sicher daß ich sie hier finde......

Ich baue meine Trockenkupplung zusammen:

Fall 1: Unter die Federteller kommen Distanzscheiben.....

Die Federn werden durch die Montage aus der unbelasteten Länge  nun 2 mm zusammengedrückt.

Mit der Kofferwaage am definierten Punkt am Kupplungshebel (neben der Kugel innen) muss ich mit "6kg ziehen" damit sich der Hebel Richtung Lenker bewegt.

Fall 2: Mach ich die Distanzscheiben weg werden die gleichen Federn durch die Montage ja 2 mm mehr zusammengedrückt; also jetzt "4 mm vorgespannt"....

Mit der Kofferwaage muss ich jetzt  "8kg ziehen" um den Hebel zu bewegen....

Warum ist das so ?

Bin gespannt.....

Da kommt die Federkonstante ins Spiel. Es gilt in guter Näherung das die Federkraft gleich dem Federweg mal der Federkonstante (mal Anzahl der Federn) ist. Beim ersten Fall, den ich noch nicht so ganz verstehe ist der Federweg kleiner und damit die Federkraft geringer als im zweiten Fall.

Verständnisschwierigkeiten habe ich mit den Unterlegscheiben, wenn diese unter den Feder liegen müsste eigentlich da der Federweg größer werden, weil man es halt Vorspannt. Das war damals in grauer Mopped-Vorzeit ein möglicher Trick wie man mit verschlissenen Kupplungsscheiben noch ein wenig länger fahren könnte, weil das Drehmoment was die Kupplung übertragen kann so Pi x Auge proportional zu dem Federweg ist.   

Nicht OT: Diese Betrachtung gilt nicht für vernünftig eingestellte Fahrwerke.
 

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Fall 1 ist eigentlich aus der Praxis:

Die Nachrüstsets (Eloxierte Teller , bunte Federn)  von Rizoma ? hatten nur "lange" Federn; bei Duc-Moppeds mit dickerem Scheibenpaket (meine 11er Hyper)  kamen die 2 mm Scheibchen rein damit die Federn genauso wie in Serie vorgespannt werden und nicht Stärker....

Federweg (im Sinne von Federweg beim Fahrwerk) ändert sich so nix; es wird auch so lange die M5 Schraube in "die Finger" vom Korb eingedreht bis der Teller anliegt...

Kannst Du also für meine Frage vergessen, war nur die Möglichkeit zu spielen um "mal was" am Handhebel mit der Kofferwage zu messen....

Bei 4:25 sieht man ja schön wie die Schraubenköpfe immer komplett auf die Finger vom Korb gehen...

Bleibt die restliche Frage warum Federn die sich in Ihrer "Metalurgischen Zusammensetzung" ja nicht ändern mehr Kraft zum Zusammendrücken brauchen wenn sie "bereits 2 mm Zusammengedrückt(Scheibchen raus)" montiert sind...

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@Glückspilzmir ist zwar nicht ganz klar wo die Scheiben reinkommen, aber sei's drum.

Dein Szenario ist, du hast eine Feder die einmal mit 2mm bzw. 4mm vorgespannt ist.

Theoretische Annahme um die Kupplung zu trennen brauchst du einen Weg von 10mm. Den erzielst du indem der Kupplungshebel voll durchgezogen wird und ist damit für beide Fälle gleich.

weitere theoretische Annahme: die Federkonstante beträgt 10N/mm.

Laut Hooke’sche Gesetz gilt:

1) mit 2mm Vorspannung: du benötigst erstmal 20N für die Vorspannung und 100N für die 10mm macht summasumarum: 120N

2) mit 4mm Vorspannung: du benötigst erstmal 40N für die Vorspannung und 100N für die 10mm macht summasumarum: 140N

Das ergibt eben den Unterschied zwischen 6kg oder 8kg.

Vorspannung verändert den Ausgangszustand: Wenn du eine Feder bereits mit einer Vorspannung belastest, startest du mit einem höheren Ausgangswert der Kraft. Dies bedeutet, dass du mehr Energie (oder Kraft) aufwenden musst, um die Feder weiter zu komprimieren, als bei einer Feder ohne/niedriger Vorspannung.

Edited by Duc4Ever
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vor 20 Minuten schrieb Duc4Ever:

@Glückspilzmir ist zwar nicht ganz klar wo die Scheiben reinkommen, aber sei's drum.

Dein Szenario ist, du hast eine Feder die einmal mit 2mm bzw. 4mm vorgespannt ist.

Theoretische Annahme um die Kupplung zu trennen brauchst du einen Weg von 10mm. Den erzielst du indem der Kupplungshebel voll durchgezogen wird und ist damit für beide Fälle gleich.

weitere theoretische Annahme: die Federkonstante beträgt 10N/mm.

Laut Hooke’sche Gesetz gilt:

1) mit 2mm Vorspannung: du benötigst erstmal 20N für die Vorspannung und 100N für die 10mm macht summasumarum: 120N

2) mit 4mm Vorspannung: du benötigst erstmal 40N für die Vorspannung und 100N für die 10mm macht summasumarum: 140N

Das ergibt eben den Unterschied zwischen 6kg oder 8kg.

Vorspannung verändert den Ausgangszustand: Wenn du eine Feder bereits mit einer Vorspannung belastest, startest du mit einem höheren Ausgangswert der Kraft. Dies bedeutet, dass du mehr Energie (oder Kraft) aufwenden musst, um die Feder weiter zu komprimieren, als bei einer Feder ohne/niedriger Vorspannung.

Die Scheiben kommen auf die"Finger" vom Korb und legen somit den Teller um 2 mm höher...

Ist aber Wurscht; war aj eigentlich eine "Nebenfrage" zum besseren Verständnis meiner Frage...

Dein Zitat Hooke´sches Gesetz ist mir klar und ich sehe das genauso.

Mich wundert  nur daß bei Fahrwerkthema immer geschrieben wird daß die Veränderung der Federvorspannung nichts an der Federhärte ändert...

Natürlich wird das Federmaterial dadurch nicht steifer;  aber die nötige Energie zur Komprimierung wird höher; analog deiner Erklärung meiner Kupplungsfedern/Federn allgemein...

Edited by Glückspilz
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Am 16.2.2025 um 10:55 schrieb Duc4Ever:

Ein Fahrwerk mit der gleichen Feder (-Rate) kann nicht durch Änderung der Vorspannung auf einen 120kg Mann oder eine 50kg Frau eingestellt werden, dazu muss einfach die Feder geändert werden.

 

Das meinte ich; warum soll das nicht so sein ?

Du hast doch eben selbst erläutert das die Vvorgespannte Feder mehr Energie (Fahrergewicht in Stauchbewegung) braucht um weiter zusammengedrückt zu werden...🤔

Irgendwie steh ich da auf dem Schlauch....

Edited by Glückspilz
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vor 7 Minuten schrieb Glückspilz:

Das meinte ich; warum soll das nicht so sein ?

Du hast doch eben selbst erläutert das die Vorgespannte Feder mehr Enerige (Fahrergewicht in Stauchbewegung) braucht um weiter zusammengedrückt zu werden...🤔

Irgendwie steh ich da auf dem Schlauch....

Wenn man es so einstellt, dass genügend negativ und positiv Federweg am Start ist, bzw. das Verhältnis der beiden Federwege stimmt, hat man schon mal ein Grundsetup. Optimieren könnte man das je nachdem was man vorhat, mit weicheren oder härteren Federn. Die Sportler werden wohl viel eher zum letzteren tendieren. Wenn man denn z.B. eine härtere Feder verbaut hat muss man es allerdings wieder neu einstellen.  

Edited by Mechanist
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vor 57 Minuten schrieb Mechanist:

Wenn man es so einstellt, dass genügend negativ und positiv Federweg am Start ist, bzw. das Verhältnis der beiden Federwege stimmt, hat man schon mal ein Grundsetup. Optimieren könnte man das je nachdem was man vorhat, mit weicheren oder härteren Federn. Die Sportler werden wohl viel eher zum letzteren tendieren. Wenn man denn z.B. eine härtere feder verbaut hat muss man es allerdings wieder neu einstellen.  

Weiss ich doch Lutz....

Deshalb bin ich doch auch verwundert daß es immer heist mit der Vorspannungsverstellung wird nur niveliert (Negativfederweg usw.)

Und sonst überhaupt nichts; Basta ! Klingt halt immer so als ob schwere Fahrer zwangsläufig härtere Federn brauchen....

Mein Crossmopped hat Federn für 15 kg höheres Fahrergewicht (auch überprüft bei Fahrwerker) ..Sag/Negativfederweg usw. trotzdem alles optimal einstellbar...Kompensiert wunderbar meinen Fahrstil...

Meine Triumph mit Stereofederbeinen hat den klassischen Aussenring mit den steigenden Nocken.

Wenn die Lady mitfährt wird vorgespannt , alles Dufte.

Nach der Lesart der ersten Beiträge müsste ich aber Federn tauschen damit wir nicht durchschlagen.

die frühen StrichBMWs hatten m.w. sogar dafür ein Hebelchen am Federversteller...

Edited by Glückspilz
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vor 2 Stunden schrieb Glückspilz:

Mich wundert  nur daß bei Fahrwerkthema immer geschrieben wird daß die Veränderung der Federvorspannung nichts an der Federhärte ändert...

Natürlich wird das Federmaterial dadurch nicht steifer;  aber die nötige Energie zur Komprimierung wird höher; analog deiner Erklärung meiner Kupplungsfedern/Federn allgemein...

Federhärte und Energie hängen zwar zusammen sind aber doch zwei verschiedene Paar Schuhe.

Die Einheit der Federhärte oder genauer Federkonstante ist N/m und gibt an, wie viel Kraft nötig ist, um die Feder um eine bestimmte Strecke zu komprimieren.  Die Fomel dazu lautet:  F=k * x.

Die von Energie ist Nm (oder Joule).

Die Formel für die Federenergie lautet: E=1/2* k* x im Quadrat

Dabei ist:

  • k die Federkonstante in Newton pro Meter (N/m),
  • x die Kompressions- oder Dehnungsdistanz in Metern (m),
  • und E ist die gespeicherte Energie in Joule (J).

Richtig: Die nötige Energie wird höher und gemäß der Formel nimmt sie sogar im Quadrat zur Komprimierung zu! 

Die Federhärte ist in der Formel konstant, ändern tut sich die Energie ausschließlich aufgrund des Kompressionsweges. Bei linearen Federn!

Definition:

  • Kraft ist eine Momentanwirkung, die eine Änderung der Bewegung eines Körpers bewirken kann.
  • Energie ist eine potentielle Fähigkeit oder Kapazität eines Systems, Arbeit zu verrichten oder Wärme zu erzeugen. Sie beschreibt die Arbeit, die durch eine Kraft über eine Distanz ausgeführt wird.

ps. dein Vergleich mit der Triumph mit Stereofederbeinen passt nicht da dort progressive Federn verbaut sind, so wie in der Hyper 950 mit Sachs-Federbein.

Edited by Duc4Ever
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Um mal die heisse Diskussion um fachlich korrekt und dem Leitsatz die Feder härter/weicher zu  machen aufzulösen, ist sicher sehr wichtig, die entsprechende Zielgruppe im Auge zu behalten und deren Sprache zu sprechen.

Technisch gesehen stimmt es natürlich, dass die Feder nicht härter, weicher gemacht werden kann, wie oben beschrieben wurde, aber:

Für den Fahrer mit weniger technischem Background ist das aber auch irrelevant, denn dieser empfindet es mit dem Pop halt einfach, wenn die Feder länger gemacht wird, als „weicher“ oder härter, wenn sie mehr zusammengedrückt wird. Wenig Kraft bei einer „längeren Feder“ fühlt sich halt weicher an. Und härter, wenn sie vorgespannt ist empfindet man als hart/widerspenstig.  
 

Gemeint ist das Gleiche, halt anders ausgedrückt, undabhängig von weiteren Faktoren und Resultaten sowie Zusammenhängen. Würde jetzt nicht gleich sagen, dass es deswegen generell „falsch ist“, wenngleich nicht fachlich korrekt. Irgendwo muss man halt aber anfangen, ohne gleich alles vollumfänglich studieren zu müssen.
 

Für viele reicht ein rudimentäres Wissen ja aus, und sie sind froh darum, wenn sie dieses Basiswissen mal haben. Und für alle wirklich Interesierten, jene sich in dieses recht komplexe Thema richtig einarbeiten wollen; ja diese kommen dann sowieso auf „die gute Seite der Macht“  mit Federkonstante und Co.. ✌️😅

Edited by mabou950
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vor 8 Stunden schrieb mabou950:

Für den Fahrer mit weniger technischem Background ist das aber auch irrelevant, denn dieser empfindet es mit dem Pop halt einfach, wenn die Feder länger gemacht wird, als „weicher“ oder härter, wenn sie mehr zusammengedrückt wird. Wenig Kraft bei einer „längeren Feder“ fühlt sich halt weicher an. Und härter, wenn sie vorgespannt ist empfindet man als hart/widerspenstig.  
 

Das ist doch genau das Missverständnis. 

Eine Feder in einer Gabel oder Federbein wird durch die Veränderung der Vorspannung nicht "länger" oder "zusammengedrückt" sobald das Bike mit seinem Gewicht/Fahrer auf Rädern steht, was ja den Fahrzustand wiedergibt und um den geht es ja. Die Feder bleibt gleich lang, aber die Gabel/Federbein selbst verlängern/verkürzen sich.

„Klingt komisch, ist aber so“

Grafk dazu:

image.png.4c06135dfde1334cfb0599ed9cc67ae0.png

Das linke Gabelrohr ist dasjenige, auf dem kein Gewicht lastet. Es ist also vollständig ausgefahren. Tritt aber nur im entlasteten Zustand auf.

Das mittlere Gabelohr wurde mit 50 kg belastet. Da die Federrate 1 kg/mm beträgt, wird die Gabel um 50 mm eingedrückt.

Beim rechten Gabelrohr wurde der Vorspannungseinsteller (rot) um 25 mm zugedreht. Das hebt den oberen Teil der Gabel (blau) wieder an. Da sich sinnvoller Weise in diesem Bereich die obere Gabelbrücke befindet wird die Fahrhöhe um 25 mm angehoben.

Was lässt sich daraus ableiten:

1) Die Federlänge bleibt gleich, und...

2) im belasteten Zustand spielt die Vorspannung keine Rolle mehr, die Feder arbeitet entsprechend ihrer Federkonstante, nur eben der Ausgangspunkt (Höhe) hat sich verschoben.

Sorry - wenn jemandes Popometer hier was unterschiedliches spüren sollte - sollte er den eventuell mal nachjustieren lassen. 😌

 

Edited by Duc4Ever
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Das Verhältnis vom positiven zum negativen Federweg ändert sich . Der Federweg selbst bleibt immer gleich .

Zu wenig negativer Federweg macht die Fuhre unkomfortabel . Zu viel negativer Federweg lässt die Fuhre leicht auf den Anschlag kommen. Gerade letzteres hat beim sportlichen Fahren/ Bremsen keine guten Auswirkungen.

Bei meinetwegen 140mm Gesammtfederweg (unbelastet) wäre die Faustregel für hinten statisch also nur Fz Gewicht 15mm dynamisch mit Fahrer max 40mm 

Vorne wären bei 140mm statisch 30mm,  dynamisch um die 40 bis 45 mm ideal.

Wobei der dynamische Negativfederweg der wichtigere ist. Bei einer in der Federrate zu weichen Feder muss leider sehr viel vorgespannt werden um den einigermaßen richtigen dynamischen NegativenFederweg zu bekommen. Dadurch gibt es keinen statischen Negativfederweg mehr . Meisten passiert das hinten am Federbein.

Die Auswirkungen auf die Geometrie sind durch die Veränderung der Vorspannung mehr oder weniger , in der Regel eher gering .

....... und so stelle ich mir schon immer meine Motorräder in der Garage ein. Die Dämpfung dann unterwegs am Straßenrand um die Dinge bei warmen Komponenten auch gleich zu  erfahren  bzw. zu spüren Filmchen dazu habe ich bis dato noch keine gebraucht.

 

Grüße Gerhard

 

 

Edited by Silver Rider
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Wir diskutieren hier ja auf physikalischer/wissenschaflicher Basis.

Das macht uns Spass und das dürfen wir ja auch....

Trotzdem betrachte ich das Video als gelungen für den Laien !

Es wird ein bisschen was erklärt; es wird dann etwas verstellt und die Auswirkung gezeigt...

Damit kann der  Laie  was anfangen wenns vorne "zu weich 😁" ist...

(Was dieser Laie dann allerdings glaubt "zu wissen/verstanden zu haben" und am Bikertreff  rauslässt ist ja was anderes.....)

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vor 21 Minuten schrieb Glückspilz:

Wir diskutieren hier ja auf physikalischer/wissenschaflicher Basis.

Das macht uns Spass und das dürfen wir ja auch....

Trotzdem betrachte ich das Video als gelungen für den Laien !

Es wird ein bisschen was erklärt; es wird dann etwas verstellt und die Auswirkung gezeigt...

Damit kann der  Laie  was anfangen wenns vorne "zu weich 😁" ist...

(Was dieser Laie dann allerdings glaubt "zu wissen/verstanden zu haben" und am Bikertreff  rauslässt ist ja was anderes.....)

So sehe ich das auch, den die meisten Kollegen sind, im Gegensatz zu den grauen Vorzeiten wo ich mich an diese Materie heran schrauben musste, mit vielen Irrungen und Wirrungen, relativ ahnungslos was die Technik betrifft. Die die auf YT Klicks brauchen um Geld zu verdienen, müssen das mit einkalkulieren. 

 

Edited by Mechanist
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vor 16 Minuten schrieb Glückspilz:

naja, jegliches technische Gerät hat ja eine Bedienungsanleitung.

Das steht ja drin wie die Sachen eingestellt werden.

Was sich da technisch abspielt gehört da nicht rein....

Früher stand das mal da drin wie man es einstellt das es stimmt, aber heute steht da bei mir nur drin wo man drehen muss um die "Vorspannung" zu ändern. Da ist es ja fast schon besser sie würden das nicht reinschreiben.

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Ja, das es genau die Krux ist, dass eben Missverständnisse entstehen - wie es ja oft zwischen dem Fachmann und einem Laien der Fall ist.

Die Federvorspannung an sich wird ja ent- oder gespannt, bzw. „länger“ weil öffnen und umgekehrt. Reicht ja für den Anfang völlig aus, um jemanden da heranzuführen.
Der jeweilige Unterschied, welchen man bereits beim jeweiligen Spannen ja schon sensorisch feststellt, ist ja der, das man eben mehr oder weniger Kraft dazu braucht; und viele sagen eben die Feder wird härter/weicher. Und das steckt ja nun die Antwort schon drin! Die Betrachtung und Bewertung geht von der Person aus, die sich erstmal weniger um die tatsächlichen physikalischen Tatschen der Feder kümmert, als hier erstmal ihre eigenen sensorischen festgestellten Erfahrungen mitzuteilen. 

Heisst ja nicht das es Grunde falsch ist, wenn von weich/hart lang/kurz gesprochen wird, sonder der jeweilige Bewertungsstandpunkt ist ausschlaggebend. 🤔

Der Unterschied dieses Missverständisses ist also die Durchmischung dieser beiden Betrachtungsstandpunkte.

Klar tickt da der innere Monk beim Fachmann, der dann beim Erklärungsversuch mit dem Laien auf Unverständnis trifft, sobald diesem erklärt wird: „Hey, deine Erfahrung mit weich/hart, lang/kurz kannst knicken, denn die Feder trickst eine Empfindungen sauber aus!“ 🤣

…. aber eben. Ich würde empfehlen, wenn die Fachlichkeit so wichtig ist, halt auch mal so ein Video auf YT zu veröffentlichen. 😁👍  Auch ist es ja so, dass das obige Video für Laien gedacht ist, nicht für Experten, denen es dann freilich beim Anschauen die Feder komplett zerschiesst. 🤭 

Man muss jedoch schon differenzieren. Ziel des Videos ist ja eine Heranführungsweise an die Basiseinstellung einen Fahrwerks; nicht die physikalischen Gesetztmässigkeiten der Feder an sich! 

Nachtrag:

Die Überlegung muss ja fairer Weise sein, die sich sicher auch die Herren im obigem Video gestellt haben:

1. Wie viel Zeit und Aufwand hat ein Fahrwerksexperte investiert, um zu seinem Stand der Kompetenz zu gelangen ?

und 

2. Wie schafft man es nun vielleicht völlig Unversierten den Zugang zum Fahrwerk in 10 Minuten zu ermöglichen? 😓

und

3. (Man kennt das Problem!) Je tiefer man in der Materie steckt, desto weniger hört einem jemand zu, der sich damit nicht auskennt, wenn da nur Fachchinesisch geredet wird!! 🤭 

…. Anderes Beispiel: in der Fahrschule lernt man ja auch das Fahren an sich! Niemand verlangt, die physikalischen Vorsaussetzungen zu verinnerlichen, warum ein Motorrad überhaupt fahren kann.

Edited by mabou950
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Meine Erleuchtung steigt, ganz hell isses aber noch nicht in meiner Birne.....

Das hier ist super erklärt und leuchtet ein.

Mit dem verändern der "roten Stellschraube"  wird das Niveau der Gabel verändert; "das blaue Rohr wird ein Stück aus dem schwarzen Rohr gezogen";

Die Feder wird dadurch ja nicht weiter komprimiert:

Im Prinzip wird ja die z.b. die obere Geabelbrücke 25 mm "Weiter vom Asphalt" (Mopped vorne hoch) entfernt, die Schrägstellung der Gabel dabei aussen vor...

image.png.5bf9f86e8f3606376a957f0aa6e23b8b.png

Aber hier bin ich schon wieder unschlüssig:

image.png.925d305b38431788fc59a08487202c1c.png

Durch das Belasten der Gabel (z.b. Mopped vom Hauptständer nehmen) wird die Feder komprimiert.

Wenn die Feder komprimiert wird müsste aber doch wieder das gelten was Lothar oben schön erklärt und fett geschrieben hat:

image.thumb.png.777a5f16048753a36352486d86dd8691.png

Ob die Feder durch eine Verschraubung (wie bei der Kupplungsfeder) oder durch ein dauerhaft aufliegendes Gewicht etwas komprimiert wird dürfte

wohl in Stauchrichtung egal sein:

Die Feder braucht (da sie jetzt vorgespannt ist) mehr Kraft = Belastungsgewicht (z.b. KG pro MM) um weiter komprimiert zu werden, oder ?

 

 

Edited by Glückspilz
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